Die Voraussetzungen

• Erfolgreiche Bewerbung im Stipendium-Auswahlverfahren

 • Zukünftige vertragsärztliche Tätigkeit im Landkreis Stendal

 • Abiturzeugnis aus dem Landkreis Stendal

• Zulassung zum Meidizinstudium 

Bewerbungsschluss für das Stipendium ist der 31. Oktober. Für die Bewerbung wird eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses benötigt, eine Immatrikulationsbescheinigung zum Medizinstuddium, ein Motivationsschreiben hinsichtlich der späteren ambulanten Arbeit, sowie der Lebenslauf.

Stendal/Osterburg l Der Landkreis Stendal vergibt zum ersten Mal Stipendien an angehende Ärzte. Pro Jahrgang sollen zwei Studierende der Humanmedizin vom Kreis gefördert werden, teilt Pressesprecherin Sabrina Lamcha mit.

„Das Stipendium wird vergeben, um die ärztliche Versorgung im Landkreis Stendal sicher zu stellen. Verpflichtende Bedingung für den Erhalt des Stipendiums ist eine zukünftige vertragsärztliche Tätigkeit im Landkreis Stendal“, so die Pressemitteilung. 800 Euro monatlich sollen die Stipendiaten während der Regelstudienzeit von sechs Jahren und drei Monaten erhalten. In den darauf folgenden fünf Jahren Facharzt-Weiterbildung sind es 200 Euro monatlich. Jeder Studierende erhält somit über die Dauer der Förderung insgesamt 72.000 Euro. Zudem haben die angehenden Mediziner für das Stipendium freie Wahl einer deutschen Universität.

Stipendiaten aus Osterburg

Zwar ist es das erste Stipendium dieser Art vom Landkreis, aber nicht das erste im Landkreis. In Osterburg wurde so ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt schon 2017 auf den Weg gebracht. Damals machte die Osterburgerin Lena Grünthal davon Gebrauch. 2018 folgten Anna Dähnrich und Paula Gitzel.

„Es ist natürlich eine Verpflichtung, wenn man das Stipendium haben will“, sagt Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) und weist damit auf die Verpflichtung hin, sich nach der Ausbildung als Arzt auch vor Ort anzusiedeln. Weitere Stipendien will die Einheitsgemeinde zunächst nicht vergeben, da sich nur eine begrenzte Anzahl an Medizinern in einer Region niederlassen dürfen und mit den drei Nachwuchs-Ärzten vorgesorgt sei. Mehr als 100.000 Euro kosten die zukünftigen Mediziner die Kommune.

Bewerbungen können ab sofort an Aus-und-Fortbildung@Landkreis-Stendal.de geschickt werden.