Antifa-Demo

Antifa-Demonstranten ziehen ohne Zwischenfälle durch Stendal

Die Demonstration eines linksradikalen Bündnisses in Stendal ist ohne Störungen verlaufen. Die Teilnehmer prangerten das Erstarken rechter Strukturen in der Altmark an.

Von Antonius Wollmann
Ein linkes Bündnis zog am Sonnabend durch Stendal. 
Ein linkes Bündnis zog am Sonnabend durch Stendal.  Foto: Antonius Wollmann

Stendal - Weitgehend störungsfrei ist am Sonnabend eine Demonstration mehrerer antifaschistischer Gruppen in Stendal verlaufen. Nur hin und wieder gab es Reibereien mit dem Ordnungsamt des Landkreises über die Einhaltung der Hygienevorschriften.

Wie angekündigt zogen etwa 150 Teilnehmer vom Bahnhof über den Süd-und Ostwall zum Markt, um anschließend zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Polizei und Ordnungsamt begleiteten den Zug mit etwa 70 Einsatzkräften. Der Großteil der Demonstranten reiste aus dem gesamten Bundesland an.

Mit der Aktion wollte das nach eigenen Angaben linksradikale Bündnis ein Zeichen setzen gegen die Wahlkampfaktivitäten der AfD im Landkreis Stendal. Die Partei hatte unter anderem zwei Autokorsos mit reger Teilnehmer veranstaltet. Zusätzlich war der Umzug als Solidaritätsadresse an linke Gruppen in der Altmark gedacht. Insbesondere den Waldbesetzern bei Losse wurde die Unterstützung zugesagt.

Die seien in erster Linie betroffen vom Erstarken rechter Gruppen in der Region und zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Aber auch darüber hinaus würden Neonazis im Fahrwasser der AfD-Erfolge immer selbstbewusster auftreten. Dieser Entwicklung wolle man sich entgegenstellen. Die Redner und Rednerinnen sparten dabei nicht an Kritik an den Behörden, die ihren Teil zur Eskalation beitragen würden.

Aber auch die etablierten Parteien kamen einen Tag vor der Landtagswahl nicht gut weg. Viel trauen die Demonstranten diesen nicht mehr zu. Ein Vertreter des Jugendrings Magdeburg meinte exemplarisch: „Veränderungen werden erkämpft, nicht gewählt.“