Stendal l Die Ostseite des Schadewachten zeigte sich aus archäologischer Sicht bisher nicht spektakulär. Andreas Neubert, örtlicher Grabungsleiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, hat also bislang nur „ein buntes Konglomerat“ üblicher Funde aus Scherben, Knochen und Abfällen aus dem Alltag unserer Vorfahren vorzuzeigen.

Jeden Tag auf der Baustelle

In jedem Falle aber sind die Archäologen nach wie vor baubeobachtend zugange. „Zweimal am Tag sind wir zur Inspektion auf der Baustelle“, sagt Neubert, der ansonsten mit einem Kollegen in ihrem Stendaler Büro sitzt, um die Funde zu waschen, zu fotografieren, zu dokumentieren und schon mal in die Datenbank einzugeben.

Sie hoffen nun auf die Westseite, wo demnächst entsprechend zur Ostseite für die Versorgungsleitungen gebuddelt wird. „Und wir haben Anzeichen dafür, dass es dort etwas mehr zu finden gibt“, formuliert Neubert vorsichtig erwartungsfroh. Doch auch wenn nichts oder nicht viel gefunden wird, sei das für die Archäologen fachlich wichtig zu wissen.

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