Stendal l Es wird in absehbarer Zeit eine weitere Demonstration der Bürgerbewegung Altmark geben. „Es steht aber noch kein konkreter Termin fest“, sagte Veranstalter Martin Knaak aus Demker in einem Gespräch mit der Volksstimme. Knaak war Versammlungsleiter der Demo, bei der am Sonntag rund 370 Teilnehmer durch die Stendaler Innenstadt zogen. Zuvor hatte es auf dem Winckelmannplatz eine Kundgebung mit mehreren Rednern gegeben, bei der die Polizei 210 Teilnehmer gezählt hatte. „Wir sind keine Rechten“, betonte Martin Knaak.

NPD-Leute ausschließen

„Wir möchten als normale Bürger unseren Protest gegen die deutsche Asylpolitik zum Ausdruck bringen“, sagte er. Parteien wie die NPD und auch andere rechte Gruppierungen wolle man auf der Veranstaltung nicht haben, sagte Knaak. Wer Fahnen, Abzeichen oder dergleichen dabei habe, werde aufgefordert, diese beiseite zu lassen. „Ich kann natürlich nicht verhindern, dass jemand privat dabei ist“, sagte er. „Es liegt beim Veranstalter, wenn er solche Gruppierungen ausschließen möchte“, sagte Polizeisprecher Marco Neiß. Die Polizei hatte diese Woche bestätigt, dass es zu keinen Anzeigen wegen verfassungswidrigem Verhalten gekommen war.

Man werde genau auf die Redner gucken, die künftig auftreten sollen, kündigte Knaak an. Der Veranstalter hatte diesmal zwei auswärtige Redner engagiert. Man wolle das offene Mikrofon beibehalten, bei dem sich Bürger frei äußern können.

Demos in Stendal

Mit 370 Teilnehmern ist die Bürgerbewegung Altmark am Sonntagnachmittag durch die Stendaler Innenstadt gezogen. Eine Gegendemonstration unter dem Motto "Herz statt Hetze" mobilisierte 500 Menschen.

  • Die Bürgerbewegung Altmark zog mit knapp 350 Teilnehmern durch die Stendaler Innenstadt. Foto: Thomas Pusch

    Die Bürgerbewegung Altmark zog mit knapp 350 Teilnehmern durch die Stendaler Innenstadt. Fot...

  • Auf einem Parkplatz in der Hallstraße musste die Polizei eingreifen. Foto: Volker Langner

    Auf einem Parkplatz in der Hallstraße musste die Polizei eingreifen. Foto: Volker Langner

  • Propst Christoph Hackbeil war einer der Redner, der sich auf der Sperlingsida zu Wort meldete. Foto: Egmar Gebert

    Propst Christoph Hackbeil war einer der Redner, der sich auf der Sperlingsida zu Wort meldete. Fo...

  • Die Gegendemonstranten auf dem Sperlingsberg wurden hinter einer Absperrung von dem Zug der Bürgerbewegung Altmark getrennt. Foto: Bernd-Volker Brahms

    Die Gegendemonstranten auf dem Sperlingsberg wurden hinter einer Absperrung von dem Zug der B...

  • Auch Caroline Sosat, Studentin der Stendaler Fachhochschule meldete sich zu Wort. Foto: Egmar Gebert

    Auch Caroline Sosat, Studentin der Stendaler Fachhochschule meldete sich zu Wort. Foto: Egmar Gebert

  • Auf dem Sperlingsberg sangen die Teilnehmer gemeinsam das Lied

    Auf dem Sperlingsberg sangen die Teilnehmer gemeinsam das Lied "Arschloch" von der Musikgruppe "D...

  • 500 Menschen haben auf dem Sperlingsberg gegen eine Demonstration der Bürgerbewegung Altmark demonstriert. Foto: Tanja Andrys

    500 Menschen haben auf dem Sperlingsberg gegen eine Demonstration der Bürgerbewegung Altmark...

  • In der Stendaler Innenstadt wurden Obsttüten mit bemalten Herzen verteilt. Foto: Tanja Andrys

    In der Stendaler Innenstadt wurden Obsttüten mit bemalten Herzen verteilt. Foto: Tanja Andrys

  • Die Bürgerbewegung Altmark demonstrierte auf dem Stendaler Winckelmann-Platz unter anderem für eine Änderung der Asylpolitik. Foto: Tanja Andrys

    Die Bürgerbewegung Altmark demonstrierte auf dem Stendaler Winckelmann-Platz unter anderem f...

  • Auch Abdul Saeed von der Islamischen Gemeinde Stendal meldete sich zu Wort. Foto: Egmar Gebert.

    Auch Abdul Saeed von der Islamischen Gemeinde Stendal meldete sich zu Wort. Foto: Egmar Gebert.

Nicht federführend bei Magida

Knaak legt Wert auf die Feststellung wert, dass er nicht „federführend bei Magida“ in Magdeburg ist, wie die Volksstimme schrieb. Er habe Anfang Oktober eine Demonstration der Pegida angemeldet, gibt er zu. „Das war eine einmalige Sache.“ Pegida in Magdeburg sei ein Ableger aus Dresden. Er habe sich jedoch von ihnen distanziert, da das Auftreten zu radikal sei, so Knaak.