Stendal/Tangermünde l Carsten Voit ist einer von vielen Pendlern, die die Zugverbindung von Stendal nach Tangermünde nutzen, um zur Arbeit zu kommen. Und der Stendaler ist einer von vielen, die sich jüngst darüber ärgern mussten, dass der Zug ausfiel und der Schienenersatzverkehr genutzt werden musste. "Meine Arbeit ist noch ein Stück vom Bahnhof entfernt, da fahre ich mit dem Fahrrad hin", sagte er bei einem Anruf in der Volksstimme-Redaktion. Der Drahtesel kann im Bus nicht mitgenommen werden und so musste er ihn in Tangermünde zurücklassen. Und das bei den nur mäßigen Abstellmöglichkeiten am Tangermünder Bahnhof.

Probleme mit der Alma genannten Verbindung hatte es schon 2018 gegeben. Zu dem Zeitpunkt hatte noch DB Regio die Strecke betrieben. Gründe waren sowohl Probleme der Fahrzeug- als auch der Personalverfügbarkeit. "Die Gesamtsituation ist inakzeptabel und für uns auch ärgerlich", hatte Wolfgang Ball, Pressesprecher der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Nasa) beklagt.

Triebwagen defekt

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember übernahm die Hanseatische Eisenbahn die Strecke, und es wurde auf Besserung gehofft. Dass diese Hoffnung nun enttäuscht wurde, bedauert das Unternehmen sehr, wie Sprecherin Nicole Röbel mitteilte. Zum einen habe es technische Schwierigkeiten mit Triebwagen gegeben. "Wir haben sie gebraucht gekauft und erst kurzfristig bekommen", erklärte sie, warum es zuvor keine eingehende technische Überprüfung gegeben hatte. Zum anderen seien Triebwagenführer krankheitsbedingt ausgefallen. Anfang Januar habe es zwei Neueinstellungen gegeben, im Februar folgen zwei weitere. "Und wir suchen noch weiter Personal", sagte sie und rechnet nun mit einer Verbesserung der Situation.