Stendal l Bis zuletzt hatte die Delegation aus Sri Lanka am Wochenende darauf gehofft, dass sie das Visum für Deutschland noch bekommen würde. Eine Gruppe um den Bürgermeister Roshan Nilantha Fernando aus Nattandiya wollte in dieser Woche Stendal besuchen. „Warum ein Teil der Reisenden das Visum nicht bekommen hat, weiß ich nicht", sagte Uwe Bliefert vom Sportamt der Stadt. Bliefert wollte sich um die Delegation kümmern, die mit ihrem Besuch eine alte Verbindung wieder aufleben lassen wollten. Denn im Juni 1992 war die Volleyball-Nationalmannschaft aus Sri Lanka zu Besuch in Stendal und bestritt auch eine Partie gegen den SV Post Stendal. Der damalige Bürgermeister Manfred Haufe empfing die Sportler im Rathaus.

33 Stendaler reisten nach Sri Lanka

Bereits im November 1992 waren dann 33 Stendaler zu einem Gegenbesuch in Sri Lanka. „Das war schon ein besonderes Erlebnis zu der damaligen Zeit", sagt Uwe Bliefert, der die Delegation in Asien leitete. Die Einladung zu diesem Gegenbesuch hatten die Asiaten am Abend ihres Volleyballspiels in Stendal ausgesprochen. „Da saßen wir noch im Café Babett zusammen und konnten es kaum glauben", sagt Bliefert.

Über die Jahre habe man den Kontakt gehalten, insbesondere zum damaligen Delegationsleiter, dem Deutschen  Dietmar Döring. Der Sportkoordinator hätte auch diesmal wieder dabei sein sollen.Entstanden war der Kontakt 1992, als die Volleyballer aus Sri Lanka über die Fachzeitschrift Volleyball für eine geplante Tournee Spielorte in Deutschland suchten. Der Vorstand des SV Post um den mittlerweile verstorbenen Heinz Friedrich bewarb sich und erhielt den Zuschlag.

Uwe Bliefert hofft, dass sich die Visumsprobleme bald klären und die Delegation doch noch anreisen kann.