Demker l Hintergrund für die Maßnahme ist der Rückbau der bisherigen einspurigen Behelfsbrücke, über die der Verkehr in den vergangenen Monaten umgeleitet wurde. Weil erst nach dem Rückbau die Fahrbahn-Anschlüsse an die neue Brücke hergestellt werden können, werde die Vollsperrung nötig, teilt der Landkreis mit. Gebaut wird an der durch das Hochwasser 2013 massiv beschädigten Tangerbrücke seit 2015, gesperrt ist sie seit 2014. Die neue Brücke ist etwa 1,20 Meter höher als die alte, deshalb müssen auch die Fahrbahnanschlüsse neu hergestellt werden. Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen.

Landrat Carsten Wulfänger (CDU) gab am Mittwoch die Straße zwischen Demker und Bahnhof Demker frei und zeigte sich vor Ort sehr dankbar für die Möglichkeiten, die die Hochwasserschadensbeseitigung des Landes bietet. Hat der Landkreis sonst nur gut eine Million Euro im Jahr für Straßenbau und -sanierung zur Verfügung, so werden im Rahmen des Landesförderprogrammes nach der Flut 2013 rund 20 Millionen Euro investiert und „die sind auch zu sehen“, so der Landrat.

Weiträumig umgeleitet

Die Tangerbrücke selbst wird mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche schlagen - ebenfalls zu 100 Prozent gefördert. Wulfänger spricht von vier bis sechs Wochen Bauzeit, bis Ende Juli sollte die neue Tangerbrücke also wieder befahrbar sein. Bis dahin wird weiträumig umgeleitet. Gesperrt ist voraussichtlich bis Ende August auch noch die Straße zwischen Klein Schwarzlosen und Schönwalde, so dass ein Ausweichen nur weiträumig über Lüderitz oder Tangermünde möglich sein wird.

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Der Straßenbau zwischen Demker und Weißewarte war nötig geworden, nachdem die Kreisstraße 1496 bereits 2002 vom Hochwasser überspült und dann 2013 durch massive Materialtransporte zum Kampf um die Deiche rund um Demker und Elversdorf sowie einen anhaltenden Grundwasseranstieg in dieser Zeit beschädigt wurde. 2012 wurde die Ortsdurchfahrt Demker für eine knappe Million Euro ausgebaut, auch sie hatte 2002 unter Wasser gestanden.