Stendal l Als die Freiwillige Feuerwehr Stendal ihr neues Domizil auf dem ehemaligen Kasernengelände „Albrecht der Bär“ zwischen Scharnhorst- und Tauentzienstraße bezog, gehörten sechs Ortsfeuerwehren dazu. Seitdem sind zwölf Jahre und eine Verwaltungsgebietsreform vergangen. Die Feuerwehr ist größer geworden hat nun „teils qualitativ hochwertige Aufgaben hinzubekommen“, wie es Stadtwehrleiter Mchael Geffers am Mittwochabend während der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses sagte. Außerdem fehlt es an Platz. Für über 400 Einsatzkräfte reicht die Kleiderkammer nicht mehr aus, in den insgesamt 26 Ortswehren gibt es 50 Fahrzeuge, die versorgt werden müssen und schließlich wurde ins Auge gefasst, eine überdachte Übungsfläche zu errichten.

Neue Stellplätze

Vor ein paar Jahren schon hat die Stadt die Katakomben hinter dem jetzigen Feuerwehrkomplex in Richtung Blücherstraße erworben. Dort sollen nun die Platzprobleme gelöst werden. Dafür muss eine Gerätehalle neugebaut werden, eine Sanierung der vorhandenen Stallanlagen hat sich laut Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum bereits im Vorfeld als unwirtschaftlich erwiesen. „Die Unfallverhütungsvorschriften können wir dort allein schon wegen der Torbreite und der Raumtiefe nicht umsetzen“, erläuterte Geffers den Ausschussmitgliedern. Im Neubau werden Stellplätze für Containerfahrgestell geschaffen. Unter anderem können dort dann der Logistikcontainer und der Atemschutzcontainer untergebracht werden. Saniert werden soll allerdings das sogenannte Kopfgebäude.

2,7 Millionen Euro Kosten

Bauamtsleiter Westrum rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Den größten Anteil von 1,2 Millionen werde dabei der Neubau einnehmen. Der soll zu 50 Prozent aus dem Brandschutz-Förderprogramm des Landes finanziert werden. Die Sanierung wird mit 900.000 Euro kalkuliert, dafür sollen ebenso wie für den Abriss und die Außenanlagen Gelder aus dem Programm „Soziale Stadt“ fließen. 2022 soll der Komplex fertiggestellt sein.