Stendal l Mit dem Bau eines neuen Kiosk für den Stendaler Tiergarten soll es nun bald losgehen. Doch zuerst muss das alte, noch stehende Gebäude abgerissen werden. Auf Nachfrage bestätigte Armin Fischbach, Mitarbeiter im Büro des Stendaler Oberbürgermeisters, „dass der Abbruch zeitnah erfolgt. Dies sollte unproblematisch sein, da hier zur Durchführung der Abbruchmaßnahme eine entsprechende Anzeige bei der Bauaufsichtsbehörde ausreicht.“ Der Abriss soll bis spätestens November 2020 abgeschlossen sein, so Fischbach.

Bauantrag für Kiosk bald eingereicht

Den Neubau wird die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) realisieren. „Der Bauantrag für den Neubau wird gerade erarbeitet und in Kürze eingereicht. Sofern die Baugenehmigung erteilt wird, können die Bauarbeiten direkt noch im November aufgenommen werden“, erklärte Armin Fischbach und gab einen Ausblick: „Wir rechnen mit einer Fertigstellung im Spätsommer 2021.“ Ein detaillierter Zeitplan könne aber erst nach Erteilung der Baugenehmigung aufgestellt werden.

Zwei Jahre Diskussion um Kiosk

Nach fast zweijähriger Diskussion über große oder kleine Variante, über privaten Investor oder kommunales Engagement hatte sich der Stadtrat im April 2018 für den Neubau eines Kiosk entschieden. Die Planungen gingen los, wegen offener Fragen zum Hochwasserschutz des am Stadtsee gelegenen Grundstücks wurden sie gestoppt. Und so zog die Zeit weiter ins Land, wegen fehlenden Personals im Bauamt sollte der für dieses Jahr geplante Baustart erneut verschoben werden. Doch da hat der Stadtrat gesagt: Halt! Und er hat mit dem Haushalt 2020 grünes Licht für einen zügigen Neubau gegeben und für eine größere Variante, zu der ein Gastraum gehört. Derzeit erfolgt die gastronomische Versorgung vor allem aus einem Verkaufsstand heraus, das alte Kioskgebäude wird hauptsächlich zur Lagerung genutzt.

Altes Gebäude weist deutliche Mängel auf

Das in den 1950er Jahren als leichte Barackenkonstruktion in Holzbauweise errichtete und Anfang der 1970er Jahre erweiterte Gebäude ist nach den Jahrzehnten marode. Nicht nur erhebliche Baumängel sind zu beklagen, sondern auch große sanitäre, hygienetechnische als auch gewerbliche Defizite. Darum war vor Jahren schon die Entscheidung gefallen, für die Tiergarten-Gastronomie einen Neubau zu planen. Über eine Ausgabe bekommen auch Spaziergänger am Stadtsee dort Getränke und einen Imbiss.