Stendal l Nun ist es endlich offiziell vollbracht: Die Rathenower Straße ist nach 13-monatiger Bautätigkeit wieder für den Verkehr freigegeben. Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) durchschnitt am Vormittag zusammen mit Vertretern der beteiligten Firmen das symbolische Band.

Es flossen etwa 1,8 Millionen Euro in die Maßnahme. Noch können die Gesamtkosten aber noch nicht genau beziffert werden, sagte Schmotz. Erneuert wurden unter anderem der Regenwasserkanal, die Hausanschlüsse und die Fahrbahn der Straße. Komplett neu gestaltet wurden die Bürgersteige, die Straßenbeleuchtung wurde ebenfalls ersetzt.

Neue Sackgasse droht

Das Projekt war in zwei Abschnitte unterteilt. Zunächst ging es vom Ostwall zum Gebäude der Commerzbank, anschließend bis zur Einmündung der Straße in den Schadewachten. Die geplante Bauzeit wurde eingehalten. Derzeit fehlen nur noch Park- automaten und die entsprechenden Hinweisschilder zur vollständigen Fertigstellung. Daher entfallen momentan die Parkgebühren in der Straße an. Dies ändert sich jedoch, sobald die Schilder und Automaten montiert sind. Anwohner werden von der Gebühren befreit sein.

Mit der Freigabe können die Verkehrsteilnehmer, die aus der Karlstraße kommen, die Innenstadt über die Rathenower Straße wieder verlassen. Auch in Richtung Tangermünder Tor ist dies noch möglich, ehe im nächsten Jahr der Schadewachten komplett saniert wird und damit dicht sein wird.

Ob die Karlstraße in diesem Falle für den Verkehr in Richtung Hallstraße geöffnet wird, könne noch nicht mit völliger Gewissheit beantwortet werden, teilt Armin Fischbach, Mitarbeiter der Pressestelle der Stadt Stendal, auf Anfrage der Volksstimme mit. Bisher ist die Durchfahrt verboten, handelt es sich doch um eine Einbahnstraße.

Was passiert mit der Karlstraße?

„Noch müssten auch Baustellen in anderen Straßen bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden“, begründet Fischbach. Nach dem momentanen Stand sehe es aber nicht danach aus, dass die Verkehrsführung in der Karlstraße geändert wird. Vom Ostwall kommend, wäre also an der Ecke Karlstraße/Schadewachten Schluss für den Verkehr.

Über die Freigabe und das Ende der Bauarbeiten in der Rathenower Straße freuen sich insbesondere zwei Gastronomen. Sie schenkten zur Feier des Tages Sekt aus und spendierten einen kleinen Imbiss.