Stendal (vs) l Eine 85-jährige Stendalerin ist Opfer von Betrügern geworden, die mehrere tausend Euro von der Frau erbeuteten. Laut Polizeibericht wurde sie von einem Mann angerufen, der sich als ihr Enkel ausgab. Er habe einen Unfall gehabt und brauche das Geld dringend für Reparaturen.

Der Täter hatte schließlich Erfolg und die ältere Dame übergab kurz darauf einem Kurier die geforderte Summe. Erst während eines späteren Gesprächs mit dem wahren Enkel klärte sich der Betrug auf. Beide erstatteten Strafanzeige.

Anrufe häufen sich

Hauptkommissarin Tanja Köhnke vom Stendaler Polizeirevier bestätigte auf Nachfrage, dass sich diese Art von Anrufen bei älteren Leuten in jüngster Vergangenheit wieder häuft. Bisher seien die Betrugsversuche misslungen. Dass es dieses Mal anders war, liege daran, dass solche Täter geschult und sehr raffiniert agieren und so persönliche Daten vor den Angerufenen erfahren, die sie dann für ihre Betrugsmasche nutzen.

Der Rat der Polizeibeamtin deshalb: Telefonanrufe, bei denen sich der Gesprächspartner nicht sofort mit seinem Namen meldet, zu beenden, sprich aufzulegen. Keine größeren Bargeldsummen in der Häuslichkeit aufzubewahren, vor dem Herausgeben solcher Summen mit weiteren Angehörigen zu sprechen. Und wenn es zu einem Betrug oder Betrugsversuch gekommen ist, keine Scheu zu haben, die Polizei zu informieren.