Stendal/Salzwedel l "Die Situation ist nicht schön, aber wir haben sie im Griff", meinte Landrat Patrick Puhlmann (SPD) während einer Pressekonferenz am Donnerstag (9. April) zur aktuellen Corona-Lage im Landkreis Stendal. Sein Dank galt allen, "die sich an die Regeln halten". Im Anschluss an die Ausführungen des Kreischefs erläuterte Amtsärztin Iris Schubert die Fallzahlen in der östlichen Altmark.

69 Infizierte im Landkreis Stendal

Schubert blickte zunächst auf den 24. März zurück, den Tag an dem im Landkreis Stendal die erste Corona-Infektion bestätigt wurde. "Nun haben wir 69 positive Fälle", sagte die Amtsärztin. In den zurückliegenden Wochen habe es zwei Hotspots gegeben. Schubert nannte den Senioren-Wohnpark bei Tangermünde mit 24 Fällen. Dort konnte die Quarantäne mittlerweile beendet werden. Und eine Gruppe in Havelberg mit zehn infizierten Personen. "Dort endet die Quarantäne in den meisten Fällen am Montag", berichtete sie. Mit Sorge blickt die Ärztin auf die bevorstehenden Feiertage: "Ich habe Bauchschmerzen beim Blick auf den Osterreiseverkehr. Genießen Sie Ostern, aber möglichst mit Abstand."

 

Eine positive Resonanz auf einen Spendenaufruf des Landkreises, gerichtet an heimische Unternehmen, konnte Patrick Puhlmann vermelden: "Wir bekommen 5000 Masken von einer Firma aus Tangermünde." Iris Schubert ergänzte, dass in der Kreisverwaltung nun auch Schutzausrüstungen vom Land angekommen seien. Die vorhandenen Mittel würden unter anderem bereits an Krankenhäuser verteilt.

Altmarkkreis Salzwedel

Mit zwei infizierten Frauen aus Gardelegen hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Altmarkkreis Salzwedel auf 27 Menschen erhöht (Stand: 9. April), teilt die Pressestelle des Kreises mit. Auf der Covid-Station des Gardelegener Klinikums werden derzeit zwei Patienten behandelt, einer davon gilt bisher nur als Verdachtsfall. 79 Westaltmärker befinden sich derzeit in Quarantäne, bei 171 Personen ist diese nach Angaben des Kreises bereits abgelaufen.