Stendal l Erleichterung bei Spargelbauern im Landkreis Stendal. Zu Ostern sind laut Kreisverwaltung 77 Erntehelfer eingetroffen. Die Frauen und Männer aus Rumänien mussten wegen der Corona-Pandemie per Flugzeug nach Deutschland einreisen. Von den Flughäfen in Hamburg und Berlin mussten sie dann von den Unternehmen, bei denen die Saisonkräfte tätig sind, mit Bussen abgeholt werden. Bei den Reisekosten gehen die Firmen – wie sonst auch üblich – zumeist in Vorkasse.

Strenge Auflagen für Saisonarbeiter

Bei Garlipp-Spargel, einem der größten Betriebe in der Altmark, sind 58 von sonst üblich 80 Erntehelfer angereist. Weitere Rumänen arbeiten bei Familie Ruhnke in Cobbel, auf dem Griebener Hof bei Familie Plötze und auf dem Bauernhof Franiel in Tangermünde. Auf dem Spargelhof Kalkhofen in Cobbel sind bereits vor dem Einreiseverbot sieben Saisonarbeiter gewesen. Vom Royal-Spargel-Gut Plätz gab es keine Auskunft. „Aus Prinzip nicht, denn die Berufskollegen werben uns die Leute ab“, hieß es gegenüber der Volksstimme.

Registriert worden sind alle ausländischen Saisonkräfte beim Gesundheitsamt in Stendal. Wie die Amtsärztin Dr. Iris Schubert mitteilte, habe sie mit den Firmen Kontakt aufgenommen und die Auflagen erläutert. So müssen die Erntehelfer eine 14-tägige Quarantäne im Unternehmen vollziehen, dürfen somit ihre Unterkünfte nur zur Ernte verlassen. Die Landwirtschaftsbetriebe sind für die Versorgung der Helfer verantwortlich, ebenso, dass die Hygiene- und Abstandsvorschriften bei der Arbeit und bei der Unterbringung eingehalten werden.

Die Betriebsleiter und das Gesundheitsamt stehen im täglichen Kontakt, um sich über den Gesundheitszustand der Erntehelfer auszutauschen. Sollten Symptome auftreten, erfolgen Tests. Die Höfe dürfen von Fremden nicht betreten werden, in den Verkaufsräumen sind die Infektionsschutzvorschriften einzuhalten.