Buchsbaum

Ehrenamtliche Experten pflegen die Einfassungen im Wildpark Weißewarte

Von Klaus-Dieter Mollenhauer
Hiltrud Henning beim Buchsbaumschneiden.
Hiltrud Henning beim Buchsbaumschneiden. Foto: M. Henning

Weißewarte - Die Buchsbaumeinfassungen der Beete im Kräutergarten des Wildparkes Weißewarte können sich sehen lassen. Und das nicht zuletzt durch die sachkundige Pflege von Hiltrud Henning, die dabei von Ehemann Manfred unterstützt wird.

Seit Februar 2020 sind die beiden Altmärker aus dem Stendaler Ortsteil Volgfelde in Sachen Buchsbaum im Wildpark am Ball. Immerhin sind dort 65 laufende Meter Buchsbaumpflanzen in drei verschiedenen Arten zu pflegen.

Mitglied in der Deutschen Buchsbaumgesellschaft

Auf den Beeten können die Besucher eine Auswahl aus 23 verschiedenen Buchsbaumarten bestaunen - alle mit Schildern versehen. Für Hiltrud Henning, die eine engagierte Arbeit in der Deutschen Buchsbaumgesellschaft leistet, ist die Unterstützung dort Ehrensache.

In den vergangenen Wochen war das Ehepaar mehrmals im Kräutergarten anzutreffen, etwa um die Einfassungen zu schneiden. „Eine zeitaufwendige Arbeit, da in diesem Jahr deutlich mehr Blattmasse zum Schneiden vorhanden ist, als es noch im vergangenen Jahr der Fall war“, erklärt die Buchsbaumexpertin.

Vorsorgloich gegen den Buchsbaumzünsler gespritzt

Die Pflanzen hätten sich gut erholt, es seien aber längst nicht alle Fehlstellen verwachsen. Für Hildtrud Henning macht die Einfassung nach mehr als einem Jahr intensiver Pflege einen zufriedenstellenden Eindruck. Ein Beet wurde inzwischen komplett mit Setzlingen verschiedener Buchsbaumsorten bepflanzt.

Vorsorglich wurden die Beeteinfassungen gegen den Buchsbaumzünsler gespritzt. Ein Befall mit dem Schädling hat sich bisher noch nicht gezeigt. Trotzdem soll die Prozedur über die Sommermonate wiederholt werden.

Ehemann Manfred hat inzwischen ein Beet in der gepflegten Anlage mit einer Steinkante komplettiert. Das Material für die Einfassung stellte der Wildpark zur Verfügung.

Nach dem Schnitt nur den Boden gießen

Zum Gießen nach dem Schnitt gibt es von den Buchsbaumliebhabern gleich noch einen Tipp: Immer auf den Boden gießen, niemals auf das Laub, denn Rückschnitt setzt die Pflanzen unter Stress. Damit sich die Pflanzen erholen und die unzähligen Verletzungsstellen an Stängeln und Blättern besser ausheilen können, benötigt der Buchsbaum regelmäßig Wasser.

Das Schnittgut, so die Buchsbaumexpertin, sollte auch nicht kompostiert werden, da es einerseits nur langsam verrottet und andrerseits auch eventuellen Buchsbaumschädlingen eine Nahrungsquelle bietet.

Nicht unerwähnt soll auch das Engagement der Weißewarter Kräuterfrauen bleiben. Sie haben den Kräutergarten zu einem echten Schmuckstück entwickelt, lobt Hiltrud Henning. Die Buchsbaumexpertin ist von der Vielfalt der hier angebauten Kräuter- und Heilpflanzen beeindruckt.

So manche Art sei auch für sie neu. Als kleines Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz der Frauen spendierte die Volgfelderin 50 steckbare Pflanzenschilder, die nach erfolgter Beschriftung bereits ihren Platz auf den Kräuterbeeten gefunden haben und den Besuchern eine gute Orientierung bieten.

Manfred Henning setzt eine neue Beetkante.
Manfred Henning setzt eine neue Beetkante.
Foto: H. Henning