Straßenausbau

Eine Straße in Stendal säuft bei Starkregen ab

Anwohner der Grindbucht ärgern sich über schlechten Straßenzustand. Regenwasser spritzt gegen Gebäude, Zäune und Tore.

Von Donald Lyko
Bei Starkregen stehen große Pfützen vor den Grundstücken an der Grindbucht, weil der Plattenweg uneben ist.
Bei Starkregen stehen große Pfützen vor den Grundstücken an der Grindbucht, weil der Plattenweg uneben ist. Foto: Donald Lyko

Stendal - So schön es sich an der Grindbucht – eine der Verbindungen von Arneburger Straße und Haferbreite – auch wohnt, Grund zum Aufregen gibt es dort regelmäßig. Immer dann zum Beispiel, wenn Starkregen wie in den vergangenen Wochen für große Pfützen sorgt – für wirklich große. „Die reichen von einer Straßenseite zur anderen. Vor unserem Haus sind sie etwa zehn Meter lang“, berichtet Anwohner Manfred Marquardt. Seit fast 20 Jahren ist die Grindbucht mit Platten ausgelegt. Damals ging es mit dem Hausbau dort erst langsam los. Im Laufe der Jahre kamen nicht nur viele neue Eigenheime hinzu, auch der Verkehr nahm zu. Die Platten haben sich mittlerweile im Sand verschoben und sind zum Teil abgesenkt. Die sichtbaren Unebenheiten füllen sich bei Regen schnell mit Wasser.

Wasser, das gegen Gebäude- und Garagenwände und gegen Zäune spritzt. Denn nicht jeder Autofahrer nimmt Rücksicht und hält sich an die Tempobegrenzung, sondern rast eifrig durch das stehende Wasser. An diesen Tagen hat Manfred Marquardt vor allem das Tor zu seinem Grundstück im Blick. „Ich habe Angst, dass die Elektronik durch das Wasser in Mitleidenschaft gezogen wird.“ Ihm gehe es darum, sein Eigentum zu schützen. Und auch um den allgemeinen Zustand der Straße, denn zu Fuß komme man bei Regenwetter kaum trockenen Fußes auf die andere Straßenseite.

Bitte nach einem Blitzer in der Grindbucht

Schon mehrfach habe er in der Stadtverwaltung das Problem angesprochen: im Tiefbauamt mit der Frage, wann denn endlich ein Ausbau der Grindbucht geplant ist, und im Ordnungsamt mit der Bitte, dort regelmäßig den Blitzer einzusetzen. Dass die unbefestigten Streifen links und rechts zum Parken genutzt werden, obwohl „alle ein großes Grundstück haben“, setze der Straße zusätzlich zu, so Marquardt.

Am aktuellen Bauzustand der Grindbucht wird sich nach jetzigem Stand so schnell nichts ändern. „Derzeit ist die Grindbucht noch nicht Bestandteil des mittelfristigen Investitionsprogramms. Denkbar wäre, sie bei der künftigen Fortschreibung mit aufzunehmen“, sagte Armin Fischbach, Mitarbeiter im Büro des Oberbürgermeisters, auf Nachfrage. Nach dem Hinweis sei der Bauhof aber beauftragt worden, eine Reparatur der schadhaften Stellen vorzunehmen. Das soll dieser Tage erfolgen.