Carport-Brand

Elektro-Auto kommt als Ursache des Feuers am Stendaler Nordwall in Frage

Kripo ermittelt noch immer die Ursache des verheerenden Feuers in Stendal

Von Andreas König
Carports brannten in der Nacht zum 11. Juli am Stendaler Nordwall. Fünf  Autos wurden zerstört, fünf schwer beschädigt.
Carports brannten in der Nacht zum 11. Juli am Stendaler Nordwall. Fünf Autos wurden zerstört, fünf schwer beschädigt. Foto: Polizei

Stendal - Die Ursache des Carport-Brandes, bei dem zehn Autos zerstört wurden, ist noch nicht ermittelt. Wie Dirk Marscheider, Pressesprecher des Polizeireviers Stendal mitteilte, konzentrieren sich die Ermittlungen auf ein Elektroauto, das zum Zeitpunkt des Brandes in einem der Carports geladen worden sein soll.

„Das ist aber nur eine von mehreren möglichen Brandursachen“, schränkte Dirk Marscheider ein. Noch nicht ausgeschlossen sei, dass es sich um Brandstiftung handeln könnte.

Brandermittler werten auch Videos aus

Die Brandursachenermittler der Polizei nehmen den Brandherd genau unter die Lupe. „Oftmals sind bei solchen Ermittlungen auch Fotos oder Videos von Zeugen hilfreich“, erklärt Dirk Marscheider. Mit deren Hilfe könne man beispielsweise ergründen, an welcher Stelle das Feuer zuerst ausgebrochen ist.

Bei dem Feuer in der Nacht zum 11. Juli hatten Autos unter den Dächern der Doppel-Carports am Nordwall in Flammen gestanden. Als die Feuerwehr eintraf, standen fünf Fahrzeuge im Vollbrand, fünf weitere waren stark beschädigt. Wegen der enormen Hitze waren die Fenster der angrenzenden Häuser geplatzt. Der Schaden wird auf 200 000 Euro geschätzt. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt.

Wann mit einem Abschluss der Brandursachenermittlung zu rechnen ist, konnte Dirk Marscheider noch nicht sagen. Sollte sich der Verdacht mit dem Elektroauto bestätigen, müsse geprüft werden, ob die Ladevorrichtung den gesetzlichen Bestimmungen und den Herstellerangaben entsprach.