Tangermünde l In nicht übersehbarem Rot und mit breiten reflektierenden Streifen werden die aktiven Männer und Frauen der Feuerwehren der Stadt Tangermünde in den nächsten Jahren zu Einsätzen ausrücken. Während der Jahreshauptversammlung der Tangermünder Truppe stellten Ortswehrleiter René Tangelmann und dessen Stellvertreter Heiko Dabitz allen Gästen vor, wie das künftig aussehen wird.

Aufgrund der Kosten werden nicht alle Kameraden mit einem Mal damit ausgestattet werden können. „Wir haben im vergangenen Jahr 25 Sätze bestellt und auch für dieses Jahr wieder 25“, erklärte Stadtwehrleiter Michael Classe. Die ersten 13 der 25 für 2019 sind inzwischen bei der Tangermünder Truppe eingetroffen. Am heutigen Dienstabend werden sie ihren Trägern übergeben werden. Und das sind die, die am meisten ausrücken und zusätzlich noch Atemschutzgeräteträger sind. Sowohl die Tangermünder als auch Milterner Kameraden, die diese Kriterien erfüllen, sind jene, die zuerst in die neue Montur schlüpfen dürfen.

Pro Satz sind 1000 Euro fällig

Ein Satz kostet etwa 1000 Euro. Es gehe noch teurer, könne aber auch für 600 bis 700 Euro angeschafft werden, gab der Stadtwehrleiter zu verstehen. Die Wahl der aktiven Kameraden fiel auf diese rot-schwarze Variante, nachdem sie im vergangenen Jahr fünf Hersteller und deren Einsatzkleidung kennengelernt und davon drei Muster in Einsätzen zur Probe tragen konnten.

Jeder Satz ist auf den Feuerwehrmann beziehungsweise die -frau angepasst – Arm- und Beinlänge, Bauch- oder Brustumfang. Eine Außendienstmitarbeiterin des Herstellers war mit verfügbaren Größen nach Tangermünde gekommen, so dass jeder die für ihn passende Größe herausfinden konnte.

Verschlissene Kleidung wird entsorgt

Natürlich werde die bisherige Einsatzkleidung nicht entsorgt, versicherte Michael Classe. Lediglich verschlissene Kleidung werde aussortiert. Alles andere bleibe im Bestand und könne immer dann getragen werden, wenn beispielsweise die aktuelle Kleidung in der Wäsche sei. Denn gewaschen wird die Einsatzkleidung nicht etwa von jedem persönlich zu Hause. Die Stendaler Wehr ist in der Lage, mit Industriewaschmaschinen, speziellem Waschmittel und den Anforderungen des Herstellers entsprechend die Kleidung zu reinigen. Das passiert nicht kostenlos, sondern wird der Tangermünder Wehr von der Stadt Stendal in Rechnung gestellt.

Aber nicht nur die Bekleidung erfordert in diesem Jahr Geld aus dem Haushalt der Stadt Tangermünde. Auch Technik muss weiterhin angeschafft werden. Da soll einerseits der Einsatzleitwagen der Tangermünder durch ein modernes Modell abgelöst werden. Wie Lutz Kölling von der Mindener Wehr während der Jahreshauptversammlung am Sonnabend zu verstehen gab, werde das Fahrzeug zusammen mit drei weiteren für die Mindener Wehr bestellt werden.

Außerdem wird für die Tangermünder Ortsfeuerwehr in diesem Jahr ein TLF (Tanklöschfahrzeug mit einem mindestens 3000 Liter fassenden Wassertank) ausgeschrieben und bestellt werden können, sobald der Haushalt der Kommune vom Stadtrat beschlossen wurde. Dieses Fahrzeug, das etwa 300.000 Euro kosten wird, soll ein Tanklöschfahrzeug ablösen, das der Tangermünder Wehr seit etwa 30 Jahren dient.