Stendal (dly) l Nach einem Brand in der Nacht zum Sonntag (10. Mai) im Süden der Stadt hat es in der Folgenacht drei weitere Brände gegeben, dieses Mal im Stadtseegebiet. Die Polizei hat in allen Fällen Ermittlungen aufgenommen. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen, zumal die drei Fälle im Stadtseegebiet räumlich sehr nah beieinander liegen.

Begonnen hat die Serie am Sonntag gegen 3.15 Uhr. Einer oder mehrere bisher unbekannte Täter hatten an der Hanseallee, nahe der leerstehenden Wohnblöcke, einen Haufen Sperrmüll entzündet. Die Stendaler Feuerwehr rückte an und löschte das Feuer. Personen wurden nicht verletzt.

Mülltonnen gehen in Flammen auf

In den Nacht zum Montag mussten Feuerwehr und Polizei gleich zu drei Brand-Tatorten ausrücken. Am Sonntag gegen 23.20 Uhr brannte eine Müllsammelstelle in der Stadtseeallee. Die Ursache ist bisher unbekannt. Das Feuer beschädigte einen Stromverteiler von außen, dessen Funktion wurde jedoch nicht beeinträchtigt, teilte die Polizei mit. Zwei 1000-Liter-Mülltonnen brannten jedoch vollständig aus.

Rauchvergiftung nach Kellerbrand

Gut eine Stunde später brannten in der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße eine Parkbank sowie ein Mülleimer. Etwa eine Viertelstunde danach, um 0.37 Uhr, wurde die Stendaler Feuerwehr dann zu einem Kellerbrand in die Stadtseeallee gerufen. 14 Kameraden waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, war vermutlich ein im Keller abgestellter Kinderwagen in Brand geraten und hatte Elektroleitungen sowie Wasserleitungen im Keller beschädigt. Ein 59-jähriger Anwohner musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Stendaler Johanniter-Krankenhaus gebracht werden.

Der Brandort wurde von der Krimimalpolizei beschlagnahmt. Auch zu den anderen Fällen hat die Polizei Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Hinweise nimmt das Polizeirevier Stendal, Telefon 03931/68 52 92, entgegen.