Stendal l Bevor er in die Details ging, fasste Sascha Romanow 2015 kurz so zusammen: „Es war wieder ein anspruchsvolles Einsatzjahr.“ Der stellvertretende Leiter der Stendaler Ortswehr hatte kurzfristig für den erkrankten Wehrleiter Michael Geffers den Bericht übernommen, Frank Neugebauer, ebenfalls Stellvertreter, die Versammlungsleitung. Wie anspruchsvoll das vergangene Einsatzjahr war, lässt sich an den Zahlen erkennen. Die Stendaler Ortswehr ist zu 308 Einsätzen ausgerückt.

„Damit sind wir seit Jahren erstmals wieder über 300“, ordnete Sascha Romanow die Zahl ein. Im Vorjahr hatte es 192 Einsätze gegeben, also 116 weniger. Zum Vergleich: Mit 307 Einsätzen war die 300er Marke zuletzt im Jahr 2002 übersprungen worden. Spitzenreiter in den vergangenen 20 Jahren bleibt das Jahr 1996 mit 501 Einsätzen. Im neuen Jahr gab es mit Stand Samstagnachmittag bereits 17 Einsätze. Eine Zunahme verzeichnete die Wehr bei den Bränden. Waren es im Jahr 2014 insgesamt 56, so stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 69, ein Plus von 13. Dennoch schätzte Sascha Romanow ein: „Die Einführung der Rauchmelderpflicht hat größere Brände verhindert.“

Mit 161 Einsätzen machte die technische Hilfeleistung wieder einen Großteil an der Gesamtzahl aus. Die Stendaler wurden zu Verkehrsunfällen gerufen, um eingeklemmte Personen zu befreien und/oder Öl/Dieselspuren zu beseitigen, mussten nach einem Sturm umgestürzte Bäume wegräumen oder Gelände sichern, wenn es Störungen an Oberleitungen gab. Im Einsatz waren die Stendaler Feuerwehrleute auch, um im Mai die Suche nach der kleinen Inga zu unterstützen. Vier Einsätze gab es zur Rettung von Tieren.

Für dieses Jahr ist unter anderem die Anschaffung einer neuen Drehleiter geplant, für die 620  000 Euro investiert werden wollen. 180 000 Euro kommen als Fördergeld.