Stendal l Seit der Gründung des Frauenhausvereins Stendal, der aktuell 33 Mitglieder zählt, hat Dorothea Richter an dessen Spitze gestanden. „Ich habe es total gern gemacht, weil es eine wichtige Arbeit ist“, sagte sie während der Mitgliederversammlung – aber noch einmal wollte sie nicht für den Vereinsvorsitz kandidieren. Einstimmig wählten die anwesenden Mitglieder Dorena Berlin aus Schinne zur neuen Vorsitzenden. „Dorena, du bist die Richtige dafür“, gab es Vorschusslorbeeren von ihrer Vorgängerin.

„Es wurde mir ja schon lange angedroht, darum konnte ich mich vorbereiten“, stieg die bisherige stellvertretende Vorsitzende launig in ihre Dankesworte ein. Sie kündigte an, trotz aller Widrigkeiten mit der erfolgreichen Arbeit der vergangenen 25 Jahre fortzufahren. „Glaube, Liebe, Hoffnung sind für diese Arbeit da“, versicherte sie den Vereinsmitgliedern. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Xenia Schüssler. Weiterhin im Vorstand arbeiten Vera Glüse, Ingrid Januszewski, Juliane Kirchbach und Dorothea Richter mit.

„Du bist uns wie eine Schwester ans Herz gewachsen“, bedankte sich die Frauenhaus-Leiterin Margot Nawitzki bei Dorothea Richter für die jahrelange Zusammenarbeit.

Vor der Wahl hatte die scheidende Vorsitzende auf das vergangene Vereinsjahr zurückgeblickt, das ganz im Zeichen des 25. Geburtstages stand. Der wurde im Dezember gebührend gefeiert. In ihrem Bericht erinnerte Dorothea Richter daran, dass mit der Hansestadt Stendal ein neuer Mietvertrag geschlossen werden konnte. Im Mittelpunkt stand aber auch 2018 die Arbeit des Frauenhauses. Neben den drei angestellten Mitarbeiterinnen sorgen fünf Ehrenamtliche im Bereitschaftsdienst dafür, dass ein 24-Stunden-Betrieb gewährleistet werden kann.

In vergangenen Jahr wurde mit der Renovierung von Räumen begonnen, die in diesem Jahr fortgesetzt wird. Zu den Plänen für 2019 gehört zudem, die zwei maroden Holzhäuschen im Garten durch ein neues zu ersetzten, die Arbeiten an der Umzäunung des Geländes abzuschließen, Grünarbeiten sowie weitere Arbeiten, um die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern.