Stendal l Pünktlich zur Eröffnung der Freibadsaison ist das Außengelände der Altmark-Oase (Altoa) geputzt. Mitarbeiter der Firma Függemann haben ganze Arbeit geleistet. Schwimmbad-Chef Marcus Schreiber ist zufrieden. „Der Sommer kann kommen, der nächste erst recht“, sagt der 47-jährige Geschäftsführer der Sport- und Freizeitbad Stendal GmbH gegenüber der Volksstimme. Damit spielt der Diplom-Kaufmann auf eine neue Attraktion für das Freizeitvergnügen am Stadtrand der Hansestadt an.

„Im Außenbereich sollen neben dem Sportbecken zwei neue Becken entstehen, speziell für die jüngsten Besucher“, sagt Marcus Schreiber und ergänzt: „Ein sehr flaches, dass einem Wasserspielplatz gleicht, und ein typisches Planschbecken für Kinder.“ Etwa 60 Quadratmeter Wasserfläche werde der neue Spielbereich mit kleiner Rutsche und witzig gestalteten Wasserpilzen umfassen. Das Ganze soll sich an das Sportbecken anschließen. Konkretere Ausführung wolle der Chef des städtischen Tochterunternehmens nicht machen. „Wir sind noch in der Planungsphase“, begründet Marcus Schreiber. Fest stehe jedoch die Investitionssumme von 500.000 Euro. „Sie wurde bereits von Stadtrat bewilligt.“

Neuer Spielbereich für Kinder

Für Schreiber, seit Dezember 2004 Altoa-Geschäftsführer, sei die Investition eine gute Entscheidung, um künftig in den Sommermonaten vor allem noch mehr Familien mit Kleinkindern anzulocken. Der sogenannte Matschspielplatz, der im Vorjahr errichtet wurde, „wird gut angenommen, ebenso das Volleyballfeld und der Grillplatz“, sagt Schreiber. Ergänzt werden soll in diesem Jahr das insgesamt 12.000 Quadratmeter große Außengelände durch eine Tischtennisplatte, fügt er hinzu.

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Obwohl die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr gestiegen seien, „arbeiten wir ständig an Verbesserungen“, sagt der Altoa-Chef. Im Vorjahr wurden beispielsweise die Pumpen auf energiesparende Technik umgerüstet. „Die ersten Erfolge wurden schon registriert.“ Wie hoch die Stromeinsparung tatsächlich sei, könne erst nach einem Jahr festgestellt werden. In Sachen Energieeinsparung sehe Schreiber noch Reserven bei der Umstellung der Beleuchtung auf LED, wobei dies zum Teil bereits erfolgt sei.

Wie alle Bäder ist auch das in Stendal nicht ohne Zuschüssen zu betreiben. Laut Schreiber umfasse der Zuschuss rund 400 000 Euro jährlich. Verwendet werde er für Energie und Personal. Zwölf Mitarbeiter und drei Auszubildende sind derzeit in der Altmark-Oase beschäftigt. Bei der Lehrausbildung soll zum 1. August ein neuer Weg eingeschlagen werden. „Wir bilden erstmals einen Fachangestellten für Bäderbetriebe im Verbund mit der Stadt Gardelegen aus,“ sagt Marcus Schreiber. In den Wintermonaten lernt der Azubi in Stendal, im Sommer in einem Freibad in Gardelegen. Die Kooperation sei deshalb gewählt worden, um der Stadt Gardeleben, die zahlreiche Freibäder betreibt, künftig ausreichend Fachpersonal zu sichern.

Kursangebote sichern höhere Besucherzahlen

Eine weitere Kooperation mit Gardeleben im Nachbarkreis Altmark West besteht bereits seit Jahren im Bereich Schulschwimmen. Aus dem östlichen Altmarkkreis nehmen fast alle Grundschüler am Schulschwimmen in der Altmark-Oase teil. Bis auf die aus Osterburg, für die dieses Unterrichtsfach in der Landessportschule im Ort angeboten wird.

Insgesamt wurden laut Schreiber im Stendaler Sport- und Freizeitbad im Vorjahr 15.174 Schulschwimmer registriert. Hinzu kommen 16.972 Mitglieder von Vereinen und rund 20.421 Saunagäste, die regelmäßif das Bad nutzen. Die Gesamtzahl der Besucher für 2018 im Sport- und Freizeitbad lag bei 136.000.

Für die positive Besucherresonanz macht der Altoa-Chef das umfangreiche Kursangebot mit verantwortlich. Es reiche von Babyschwimmen, über Seepferdchenkurse bis Aquafitness und Mehrjungfrauen-Schwimmen. In dieser Hinsicht sei die Zusammenarbeit mit den Drittanbietern „sehr gut“, sagt Marcus Schreiber und blickt - „wenn auch noch ohne dem Wasserspielplatz für Kinder“ - zuversichtlich auf die anstehende Freibadsaison.