Landtagswahl 2021

Früherer Polizist Chris Schulenburg aus Sandau setzt auf sein Netzwerk zum Wohl der Gemeinden im Wahlkreis Havelberg-Osterburg

Von Andreas König
 Chris Schulenburgs  Lieblingsort ist Müllers Hafen in seiner Heimatstadt Sandau.
Chris Schulenburgs Lieblingsort ist Müllers Hafen in seiner Heimatstadt Sandau. Foto: Andreas König

Sandau

Man sieht es ihm erst auf den zweiten Blick an - Chris Schulenburg mag es nostalgisch. Er hat ein fast 83 Jahre altes Wanderer-Fahrrad gekauft, mit dem er an der Elbe entlang radelt. Sein Wohnzimmer ist mit schweren dunklen Eichenmöbeln bestückt, eine Standuhr tickt ruhig und gleichmäßig. Chris Schulenburg ist 40 Jahre alt und möchte für die CDU ein zweites Mal in den Landtag einziehen. Große Plakate mit seinem Konterfei säumen die Straßen in seinem Wahlkreis Havelberg-Osterburg.

Der Kandidat lächelt für eine strahlende Zukunft

Je näher seine Heimatstadt Sandau kommt, desto häufiger lächelt einem Chris Schulenburgs Gesicht an. Ob die Sonne, die auf den Großplakaten gleichsam mit dem Kandidaten um die Wette strahlt, wirklich echt ist? Das liegt im Auge des Betrachters.Aber die Botschaft kommt durchaus an. Ein Strahlemann, der den Wählerinnen und Wählern eine ebensolche Zukunft verspricht. Wenn er ihre Stimme bekommt.

Wofür will er sich im Wahlkreis besonders einsetzen? „Das Wichtigste ist mir die innere Sicherheit“, sagt Chris Schulenburg. Eine wenig überraschende Antwort für einen ehemaligen Polizisten. Chris Schulenburg absolviert nach seinem 1999er Abitur am Gymnasium Havelberg eine Ausbildung bei der Berliner Polizei, die er mit einem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt ergänzt.

Bei der Polizei macht er rasch Karriere. Er bringt es bis zum Polizeirat, ein Dienstgrad, der bei der Bundeswehr mit dem Major vergleichbar ist. Für Politik interessierte er sich bereist als Jugendlicher. „Ein Studienkollege hat mich zur CDU gebracht“, erinnert sich Chris Schulenburg.

2002 wurde er Mitglied sowohl der Partei als auch der Jungen Union. Im Jahr 2016 zog er in den Landtag von Sachsen-Anhalt ein. Er ist Mitglied im Kreistag Stendal und im Sandauer Stadtrat. Im Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf die Synagoge in Halle war er Obmann seiner Fraktion. Man kann ihn getrost als Berufspolitiker bezeichnen.

„Das Gute daran, einer Regierungspartei anzugehören, ist die Möglichkeit, ein Netzwerk aufzubauen“, findet der Sandauer. Sein Netzwerk bis in die Landesregierung habe er schon öfter eingesetzt, um etwas für die Region herauszuholen.

Chris Schulenburg hat für das Krankenhaus Havelberg die Staatskanzlei in Bewegung gebracht

„Es kam erst wirklich Bewegung in das Problem der Krankenhausversorgung für Havelberg, als sich auf meine Bemühungen hin die Staatskanzlei eingeschaltet hat“, sagt Chris Schulenburg. Die Schließung des Hauses sei zwar nicht mehr zu verhindern gewesen, aber „ich bin optimistisch, dass wir eine medizinische 24-Stunden-Versorgung hinbekommen“.

Gleiches gilt für den Ausbau der Infrastruktur im ländlichen Raum. Wie sieht sein Wahlkreis aus, wenn er gewählt und nach fünf Jahren Bilanz ziehen würde? „Jedes Feuerwehrgerätehaus in den Dörfern und jedes Schwimmbad ist saniert“, sagt er im, Brustton der Überzeugung.

Wenn er nicht gerade an Sitzungen der Gremien teilnimmt, fährt er zum Reiten nach Stendal oder geht zur Jagd. In normalen Zeiten besucht er ein Fitnessstudio in Havelberg, nicht nur, um an Hanteln und Maschinen zu schwitzen, sondern auch, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

So sehr er sich auch der Tradition verpflichtet fühlt, Chris Schulenburg lebt im Hier und Jetzt. Ob Facebook, Instagram oder Twitter, er beherrscht die Klaviatur der sozialen Netzwerke und nutzt sie. So bleibt er mit seinen Wählerinnen und Wählern in Verbindung und wahrt den Abstand.