Sieger und Platzierte

Kleingartenvereine bis 40 Parzellen

1. Platz: „Am Schwimmbad“, Havelberg

2. Platz: „Gartenfreunde 67“, Stendal 3. Platz: „Sonnenschein“, Havelberg

Kleingartenvereine mit 41 bis 90 Parzellen

1. Platz: „Freundschaft, Tangerhütte 2. Platz: „Am Glockenort“, Stendal 3. Platz: „Am Springberg“, Stendal

Kleingartenvereine mit mehr als 90 Parzellen

1. Platz: „Zur Erholung“ Osterburg 2. Platz: „Pferdemärsche“, Stendal 3. Platz: „Hoher Kranz“, Stendal

Bester Kleingarten des Kreisverbandes

Dorette Wollschäger, Havelberg, Kleingartenverein „Am Schwimmbad“

Pokal des Oberbürgermeisters Stendal

„Gartenfreunde 67“

Pokal des Bürgermeisters Havelberg

„Am Schwimmbad“

Pokal des Bürgermeisters Osterburg

„Zur Erholung“

Pokal des Bürgermeisters Tangermünde

„Sonneneck“

Pokal des Bürgermeisters Tangerhütte

„Freundschaft“

Stendal l Es passte einfach alles. Angefangen vom Wetter – das Dauernieseln setzte erst nach der Veranstaltung ein – über die „Pferdemärsche“-Kleingärtner als bestens vorbereitete Gastgeber bis hin zu den Gästen, den Hauptpersonen dieses Vormittags, die aus dem gesamten Kreisverbandsgebiet und nahezu vollzählig nach Stendal gekommen waren.

Kurz: Der diesjährige Wettbewerb von Gartenfreunde-Kreisverband und Volksstimme Stendal ging so zu Ende, wie es dessen Protagonisten verdient hatten. Das waren nicht weniger als 3000 Kleingärtner aus 62 Vereinen, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten. Das waren vor allem aber auch die Vereinsvorstände und die sechs Männer und Frauen der Jury, die binnen dreier Wochen alle Kleingärten besucht und bewertet hatten.

Landespräsident war dabei

Peter Riebeseel, Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde, dessen Heimatkreisverband der Stendaler ist, hatte es sich auch dieses Mal nicht nehmen lassen, zur Abschluss- und Auszeichnungsveranstaltung nach Stendal zu kommen. Ebenso die Vertreter der Bürgermeister aus Stendal, Havelberg, Osterburg und Tangermünde, die dem jeweils schönsten Kleingartenverein ihrer Stadt einen Pokal spendierten.

Bilder

Trotz dieser vom guten Verhältnis zwischen Kleingärtnern und Kommunen zeugenden Geste, wünschte sich Riebeseel „hier und da“ etwas mehr Würdigung des kleingärtnerischen Wirkens. Immerhin wäre die so viel gepriesene und als Wohlfühl-Faktor gewünschte „grüne Lunge“ der Städte und Dörfer um 150 Hektar kleiner, gäbe es die Kleingartenvereine und die rund 500 Ehrenamtlichen nicht, die das Kleingärtnern in den Vereinen leiten und organisieren. Zu danken wussten Landespräsident Riebeseel und Kreisvorsitzender Meckel vielen. Zum Beispiel denen, die das Tafelgärten-Projekt auf den Weg gebracht haben. Oder denen, die viel Zeit und ehrliches Bemühen investieren, um Flüchtlinge in die Kleingartenvereine zu integrieren. Auch in solchen Projekten verwirklicht sich das Wettbewerbsmotto: „Kleine Gärten, große Vielfalt“.

Leerstand bleibt ein Problem

Es geht mit diesem Wettbewerb aber auch darum, Lösungen für Probleme wie den Leerstand zu finden und publik zu machen oder für attraktives Vereinskleingärtnern zu werben, das immer mehr von der Kreativität der Kleingärtner lebt und Freiraum für individuelles Gestalten lässt.

Das werden die Prämissen auch des Kleingarten-Schönheitswettbewerbs im nächsten Jahr sein, versprach Gartenfreunde-Kreisvorsitzender Manfred Meckel, was ihm spontanen Beifall einbrachte.

Der Weg, den der Kreisverband in den vergangenen fünf, sechs Jahren eingeschlagen hat, ist der richtige. Er wird helfen, Probleme zu lösen. Allerdings, und auch das wurde von den Kleingärtnern am Sonnabend mit Beifall quittiert, wird der Kreis- wie auch der Landesverband dabei die Hilfe der Kommunen brauchen. „Im Rahmen ihrer finanziellen und persönlichen Möglichkeiten“, wie es Manfred Meckel ausdrückte. Es geht um gemeinsame Konzepte von Kommunen und Kleingartenvereinen.

Wo die jetzt als zartes Pflänzchen zu wachsen beginnen, wo sie gehegt und gepflegt werden, dürften sie später auch Früchte tragen. Das braucht Geduld und Stehvermögen auf beiden Seiten, es würde sich aber auch lohnen – für beide Seiten.