Stendal l Kurzfristig haben sich am Donnerstag, 20. Februar, um 18 Uhr mehr als 50 Menschen auf dem Marktplatz in Stendal eingefunden, um der Opfer der Gewalttat in Hanau zu gedenken. Am Mittwochabend hat ein Mann mit vermeintlich rassistischer Gesinnung zehn Menschen und sich selbst erschossen. Neun der Todesopfer hatten Migrationshintergrund.

"Ich hätte nicht gedacht, dass wir so früh wieder hier stehen", sagte Jacob Beuchel von "Herz statt Hetze" bei seiner Ansprache und bezog sich auf die Bluttat in Halle vom 9. Oktober 2019. Auch damals gab es eine gemeinsame Andacht auf dem Marktplatz in Stendal. "Es kann so nicht weiter gehen. Warum passiert das ständig? Warum sterben immer noch Menschen aufgrund von Migration?"

Gegen Antisemitismus

Erst kurz nach 13 Uhr wurde die Nachricht für die Mahnwache in Stendal über verschiedene Kanäle verteilt. Auch aus Tangermünde reisten Menschen an, um sich mit der Opfer der Bluttat in Hanau zu solidarisieren. Drei Banner wurden hochgehalten, die sich gegen Antisemitismus und Rassismus wendeten.

Nach der Ansprache wurde zum Gedenken noch „We shall overcome“ (dt. „Wir werden überwinden“) von Joen Baez gesungen.