Stendal l So richtig zufrieden war Max Johan Möhring mit seinem Gesellenstück doch nicht. Zwei bis drei Stellen an der Hauseingangstür, gefertigt aus Eiche, seien ihm nicht so gut gelungen, befand der frisch gebackene Tischler-Geselle am Sonnabend in der Mensa des Berufsbildungswerks im Stendaler Stadtteil Stadtsee. Es spricht für den 19-Jährigen, dass er sein Wirken offenbar stets kritisch hinterfragt. Allerdings findet diese Selbstkritik auf ausgesprochen hohem Niveau statt.

Die Gesellenprüfung bestand Max Johan Möhring nämlich mit Bravour. Sowohl den praktischen als auch den theoretischen Teil schloss er als Bester eines ohnehin starken Jahrgangs mit einer glatten Eins ab.

Handwerk, weil es Spaß macht

„Ihn zeichnet aus , dass er sich selbst gesetzte Ziele immer erreichen möchte und an ihnen festhält“, schätzte sein Lehrmeister Volker Manecke von der gleichnamigen Tischlerei in Schinne seinen ehemaligen Lehrling ein. In Zukunft muss er auf dessen Fähigkeiten verzichten. Max Johan Möhring zieht es in die väterliche Tischlerei nach Bittkau. Dort hatte seine Begeisterung für den Beruf während eines Praktikums ihren Anfang genommen. „Eigentlich wollte ich ursprünglich lieber zur Polizei. Das Handwerk hatte ich gar nicht so auf dem Schirm. Aber dann hat es einfach richtig viel Spaß gemacht“, erzählt über den Weg in seinen Beruf.

Grund zum Feiern hatten auch die übrigen 15 Prüflinge. Sie haben die Facharbeiterprüfung ebenso erfolgreich hinter sich gebracht. Beileibe keine Selbstverständlichkeit. Wolfgang Berndt, Obermeister der Tischlerinnung Stendal, sparte deshalb nicht mit Lob: „Ihr seid ein toller Jahrgang, auf den wirklich alle sehr stolz sein können.“