Stendal l Angekündigt worden war das Vorhaben schon länger. Auch während der Varianten-Diskussion im Zusammenhang mit dem nun geplanten Neubau einer Grundschule am Haferbreiter Weg hatte die Verwaltung immer deutlich gemacht: Selbst bei einem Neubau kommt auf jeden Fall auch der Ausbau der dritten Etage der Ganztagsgrundschule – denn der Bedarf für zusätzliche Unterrichtsräume ist da.

Nach jetzigem Plan sollen die Arbeiten am 15. Oktober beginnen, vorgesehenes Bauende ist Mitte Februar 2019. Darüber informierte Georg-Wilhelm Westrum, Leiter des Amtes für Stadtumbau und Sanierung, die Mitglieder des Kultur-, Schul- und Sportausschusses. Auf der rechten Gebäudeseite, also der zur Goethestraße, sollen vier Klassenräume, ein Serverraum, ein Archivraum, ein Lehrmittelraum und ein Putzmittelraum hergerichtet werden.

Damit wären dann gut die Hälfte der Räume in diesem Stockwerk genutzt. „Die Räume werden komplett ausgebaut, vom Fußboden bis zur EDV-mäßigen Ausstattung“, erklärte Westrum. Bis auf den Elektro-Bereich seien alle Aufträge vergeben worden. Neben den Räumen werden der Flur und die Türen in der dritten Etage erneuert beziehungsweise aufgearbeitet. Renoviert werden außerdem alle anderen Flure im Haus, die bisher noch nicht an der Reihe waren. Auch Arbeiten am Schallschutz sind vorgesehen. „Ich bin zuversichtlich, dass der gesteckte Zeitrahmen eingehalten wird“, sagte der Amtsleiter.

Gehörschutz für alle Schüler

Weil es während der Bauarbeiten etwas lauter wird, bekommen alle Schüler Gehörschutz. „Damit können sie sich unterhalten, aber der Baulärm wird unterdrückt“, erklärte Georg-Wilhelm Westrum. Für eine Klasse wurde schon ein Satz Gehörschutz gekauft und bereits getestet.

Bezüglich der Räume schlug Anette Lenkeit (Fraktion SPD/FDP/Piraten/Ortsteile) einen Wechsel vor. Vor einiger Zeit war die Bibliothek in den Keller, in einen früheren Toilettenraum gezogen, um Platz für einen Klassenraum zu schaffen. Die Bibliothek könnte doch nun in die dritte Etage ziehen, regte Anette Lenkeit an. Dafür könnte der geplante Putzmittelraum im Keller untergebracht werden.

Und wie sieht es mit den Toiletten in der dritten Etage aus? Warum werden die nicht saniert? Auch das wollte Anette Lenkeit wissen. Westrum: „Die sollen derzeit nicht gemacht werden.“ Einerseits, weil dafür kein Geld zur Verfügung stehe, andererseits, weil die vorhandenen Toiletten den Bedarf decken würden.

Ursprünglich war auch geplant, Horträume zu schaffen. Aber in Rücksprache mit der Schulleitung seien andere Lösungen gefunden worden. Dennoch wird es in einigen Monaten wieder einen Hort in dem Gebäude geben. Geplant sei dies ab dem zweiten Halbjahr des laufenden Schuljahres, informierte Barbara Janssen, Leiterin des Sachgebietes Kindereinrichtungen. Derzeit werden 35 Schüler der Ganztagsgrundschule im Hort der Grundschule „Am Stadtsee“ betreut. Und für die Erstklässler des nächsten Schuljahres gebe es bereits jetzt acht Hortanmeldungen, so dass es wohl rund 45 Hortplätze im Gebäude der Ganztagsgrundschule geben wird.

Bildungsministerium hat bereits zugestimmt

Der Hort, so Barbara Janssen, werde zwar eine eigenständige Einrichtung sein, die Leitung übernimmt aber die Leiterin des Hortes der Grundschule „Am Stadtsee“ mit. Die Zustimmung des Bildungsministeriums für den Hort in der Ganztagsgrundschule liege vor.

Das Hortangebot soll es für die Erst- und Zweitklässler ab 15.30 Uhr und für die Dritt- und Viertklässler ab 14.30 Uhr geben, zeitlich immer getrennt vom Ganztagsschulangebot. Heißt: Erst wenn die Ganztagsschule am Nachmittag endet, geht es mit dem Hort los.

Für diesen Freizeitbereich nach Unterrichtsschluss sollen drei Räume im Gebäude genutzt werden, zudem soll der Speiseraum einbezogen werden.