Wasserschaden durch Regenfälle

Heerens Kirche muss renoviert werden

Von Sebastian Siebert

Die Kirche in Heeren soll in den kommenden Wochen renoviert werden. Notwendig wird das, weil im Inneren der Kirche Wasser durch die Wände drang und der Anstrich sowie die Decke sichtbare Spuren des Wasser davongetragen haben. Vorher soll allerdings sichergestellt werden, dass Schäden durch Regenwasser nicht mehr auftreten. Es wird unter anderem eine Regenrinne angebracht.

Heeren. Ortsbürgermeister Wolfgang Eckhardt besah sich zusammen mit Regine Salomon und Mario Reiser aus dem Kirchenrat, Sven Huhn-Reiser aus dem Ortschaftsrat sowie Peter Sommerfeld vom Stendaler Bauamt am Donnerstag die Heerener Kirche. Grund der Zusammenkunft war die geplante Renovierung der Kirche. Deutlich sichtbar zeichneten sich an den Innenwänden Wasserflecken ab. "Regenwasser", machte Regine Salomon die Ursache aus. "Es zog sich durch die Wände."

Innen und außen gleichzeitig beginnen

Damit soll nun Schluss sein. Die Gemeinde sowie die kirchliche Gemeinde wollen in Zusammenarbeit das Gotteshaus vor weiterem Verfall bewahren. "Dazu ist es wichtig, dass wir die Ursachen stoppen", meinte Bürgermeister Eckhardt. Diese sahen die fünf Besichtiger vor allem darin, dass das Regenwasser nicht durch eine Rinne am Dach abgeleitet wird, sondern ungebremst auf den Boden plätschert. "Es läuft sowohl an der Wand entlang, wird aber auch aus dem Streifen vor der Wand in das Mauerwerk gezogen", sagte Kirchenälteste Salomon. Insbesondere durch die Fugen dringe die Feuchtigkeit ein.

Obwohl in den Jahren 2003 und 2006 zunächst der Kirchturm und dann das Kirchenschiff ein neues Dach bekam, war es damals noch nicht möglich, eine Dachrinne anzubringen, erklärte Salomon weiter. Das wäre aus Denkmalsschutzgründen nicht zugelassen gewesen. "Nun haben sie wohl gemerkt, dass diese Vorschrift Nonsens ist", sagte die rüstige Frau. Schließlich schütze eine Regenrinne das Gebäude.

Ortsbürgermeister Wolfgang Eckhart erklärte die weitere Verfahrensweise. "Wir haben uns Angebote eingeholt und werden in den nächsten Wochen beginnen, zu renovieren." Gleichzeitig soll außen und innen gearbeitet werden. "Je mehr wir in diesem Jahr schaffen, desto besser."

Außen werde damit begonnen, einen etwa einen Meter breiten Streifen entlang des Mauerwerks abzutragen. Dieser habe sich in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr erhöht, erklärte Eckhardt. Das Bodenniveau sei außerhalb der Kirche höher als innen. Gleichzeitig wird die Dachrinne angebracht. Sie soll das Wasser sammeln und dann unterirdisch auf die Kirchstraße und in die Kanalisation führen. Des Weiteren beginnen innerhalb der Kirche dann die Restaurierungsarbeiten. "Dieses werden wir wohl nicht mehr ganz innerhalb des Jahres schaffen", schätze Eckhardt ein. Grund sei vor allem auch die Restfeuchtigkeit, die erst aus den Mauern schwinden muss. "An einigen Stellen können wir aber anfangen, im nächsten Jahr wird der Anstrich dann fertiggestellt." Die Kosten für den Anstrich betragen 30 000 Euro und werden von der Gemeinde aus gebundenen Rücklagen bezahlt. Die Dachrinne kostet rund 5 000 Euro. Diese trägt die Kirchgemeinde. Das Abtragen der äußeren Bodenschicht rings um das Kirchenhaus soll mit Eigenleistungen erbracht werden. "Wir werden da die Vereine und die Feuerwehr bitten, mitzuhelfen", sagte der Ortsbürgermeister. Ein genauer Baubeginn steht noch nicht fest.