Stendal (ru/dra) l Es sind zwar coronabedingt in diesem Jahr keine Kilometer bei Wettbewerben gelaufen worden, „der Tradition wollen wir jedoch treu bleiben und für das Hospiz in Stendal etwas Gutes tun“, so die Eheleute Sylvia Gohsrich und Jürgen Günther. Gleichwohl überreichten sie einen Scheck über 1000 Euro an Pfarrer Ulrich Paulsen und Ramona Höppner-Nitsche vom Hospiz.

Ein starkes Team

Sylvia Gohsrich und Jürgen Günther gehören zu den acht Laufpaten, die „uns einen Geldbetrag für jeden gelaufenen Wettkampfkilometer spenden“, sagt Ramona Höppner-Nitsche. Mit uns meint sie die siebenköpfige Laufgruppe des Hospiz, der haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter angehören. Sie tragen bei den Wettbewerben ein T-Shirt mit der Aufschrift „Hospiz ein starkes Team“ und wollen damit auch im Sport zum Ausdruck bringen, „dass wir präsent sind, dass Trauer, Tod und Sterben zum Leben dazu gehört“. Und: „Wir wollen Hemmschwellen im Kontakt abbauen“, so Ramona Höppner-Nitsche.

Das „laufend Spenden sammeln“ funktioniere so, dass pro gelaufenem Kilometer, ausschließlich bei Wettbeweben, 25 Cent gespendet werden. „Normalerweise laufen wir pro Jahr etwa 500 bis 600 Kilometer, aber dieses Jahr eben nicht.“ Fast alle Laufveranstaltungen seien abgesagt worden. „Um so mehr freuen wir uns über die Bereitschaft unserer Laufpaten, trotzdem zu spenden“, sagt Pfarrer Ulrich Paul und präsentiert als aktiver Läufer seine Sportschuhe, die er hoffentlich bald wieder bei Wettbewerben tragen kann.