Stendal l Die Immobilienmesse in der Hansestadt Stendal hat in den zurückliegenden Jahren einen Beitrag dafür geleistet, dass die Bau- und Energiebranche in einem guten Fahrwasser ist. Und: Dass sich in und um Stendal „in Sachen Bauen vieles fortbewegt hat“. Das sagte Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) am Sonnabend zur Eröffnung der 24. Auflage der Immo.

Gleichzeitig stellte Schmotz fest, dass sich die konjunkturelle Lage der Branche - gemessen an der Teilnehmerzahl der Aussteller und den wenigen Besuchern an dem Vormittag nicht widerspiegelt. Von einst 60 ist die Teilnehmerzahl in diesem Jahr bis auf die Hälfte gesunken. Nur 30 Anbieter in den Bereichen Immobilie, Neubau, Um- und Ausbau sowie Finanzierung und den Energiesparten präsentierten sich auf der 1600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche in der Bürgerhalle im Berufsschulzentrum Stendal. Bis zum Mittag wurden am Sonnabend knapp 150 Besucher registriert. Zum Messeende am Sonntagnachmittag waren es mit insgesamt knapp 420 weit weniger als in den Jahren zuvor.

Mehr Zeit für Interessenten

Sicher spielte das Wetter nicht mit. Auch lockten zum Faschingsfinale die Städte Osterburg und Seehausen die Narrenfans zu ihren großen Karnevalsumzügen. Deshalb wolle Messeleiter Rajko Maneke nun im Nachgang mit Ausstellern Bilanz ziehen und über möglichen Veränderungen beraten. Denn festgestellt wurde, die Messe hat ihre Berechtigung. „Weniger ist manchmal mehr“, sagte Antje Mai. Anstatt Gedränge an den Ständen, seien interessierte Leute gezielt gekommen, um sich zu informieren. „Und wir Aussteller konnten uns genügend Zeit nehmen“, fügte sie hinzu. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Andreas Mai führt sie die Möbeltischlerei in dem Stendaler Ortsteil Insel. Ein Meisterbetrieb unter zahlreichen in der Bürgerhalle, was verdeutlichte, welches Know-how in der Altmark geboten wird.

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Aus diesem Grund waren Gisela und Stefan Funk gekommen. „Klar, kann man im Internet viel recherchieren, doch das Gespräch vor Ort mit Experten ersetzt es nicht“, so das Ehepaar, das sich Rat bei Marcel Gast vom Fachbetrieb Terebro für Bohrausrüstungen und Pumpen holte. Gefragt waren die Leistungen der Firma aus Tangermünde, weil sich das Ehepaar einen Brunnen bauen möchte. Wegen der zunehmenden Trockenheit „immer begehrter“, sagte Firmenchef Gast.

Neuigkeiten entdeckt

Die Funkes, die einen alten Pferdestall in ein Wohnhaus umbauen, waren zudem auch noch an einer Photovoltaikanlage für das Dach interessiert und fanden auch dafür genügend Ansprechpartner. Zufrieden traten sie den Heimweg an.

So wie das Ehepaar hatten zahlreiche Besucher in erster Linie Kontakte mit Anbietern vor Ort knüpfen wollen. „Wir haben uns das Herumreisen und -telefonieren ersparen wollen“, sagten Evelyn und Heinz Hennings. Im Grunde hätten sie alles für ihre Haus- und Hofsanierung samt Gartengestaltung mit Poolbau, was in diesem Jahr geplant sei, auf der Immo gefunden. Und noch mehr, wie der Stendaler zugab. Beeindruckt sei er über Vielfalt der Präsentationen gewesen. Nach dem Motto, wie er sagte, klein aber fein, habe er für sich auch eine Neuigkeit entdecken können. Welche? „Die Aufbereitung von Trinkwasser direkt am Wasserhahn.“