Stendal l Den Hebel kraftvoll an drei Stellen am Fensterrahmen angesetzt und ruckzuck ist das Fenster auf. „80 Prozent aller Häuser haben solche Standardfenster, sicher sind sie nicht“, sagt Fred Brehmeier nach seinem kurzen, kraftvollen Einsatz als Einbrecher. Die Besucher im Truck des Landeskriminalamtes staunen – und erschrecken.

Brehmeier und ein Polizeikollege demonstrierten anlässlich der Immobilien-Messe am Wochenende in Stendal nicht nur die Schwachstellen von Häusern, sondern erklärten auch, wie man Heim, Hab und Gut vor Einbruch und Diebstahl schützen kann. „Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber es gibt viele Möglichkeiten, es den Tätern so schwer wie möglich zu machen“, sagte Brehmeier und zählte die drei wichtigsten Dinge auf: „Man muss den Täter zwingen, viel Zeit zu brauchen, viel Lärm zu machen und viel Werkzeug zu benötigen. Das funktioniert bei Haus wie Fahrrad.“

Auch Messepremieren dabei

Das Thema Sicherheit war nur einer von vielen Aspekten, die die Immobilien- und Energiemesse am Wochenende in der Bürgerparkhalle bot. Wie immer ging es um Hausbau und -sanierung, um Finanzierung, Energie, Sanitäres und Innenausbau. An 45 Ständen informierten Firmen die Besucher, was Rajko Manecke als neuen Messe-Organisator durchaus zufriedenstellte.

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Zum ersten Mal dabei war unter anderem Marten Lenz aus Meseberg mit Forst- und Gartengeräten. Blicke zog dabei insbesondere der Mähroboter auf sich, der in diesem Falle auf Gras-Imitat unablässig seine Runden drehte. „Mir ist es wichtig, hier zu sein, um den Kunden zu zeigen, dass es nicht nur billige Baumarktware gibt, sondern qualitativ hochwertige Erzeugnisse, und Mähroboter sind gerade sehr stark gefragt.“