Stendal l Was vor Jahren als Idee von einigen Kulturaktivisten aus der Altmark geboren worden war, ist nun Wirklichkeit geworden: das Kulturportal Altmark, eine Internetplattform für Veranstaltungen verschiedenster Art. „Wir wollten die gesamte Altmark und ihre kulturellen Angebote noch besser darstellen“, sagt Edgar Kraul, Mitarbeiter der Stendaler Kreisverwaltung. Er sagt dies aber in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Kulturraum Altmark. Der wurde vor zwei Jahren gegründet, um mit dem Projekt „Kulturportal Altmark“ Geld aus dem Bundesförderprogramm „Land(auf)schwung“ nutzen zu können.

Geld aus dem Programm gab es nicht nur für die technische Umsetzung des Internetauftritts, sondern auch für den ersten Schritt des Vorhabens: eine Kulturstudie als Bestandsaufnahme. Mit zirka 25 Personen aus der Altmark – Künstler ebenso wie Veranstalter und Verwaltungsmitarbeiter – wurden Interviews geführt, wurde geschaut, wie die Kulturlandschaft aussieht, was gut läuft und was noch nicht, und ob es den Wunsch nach einem gemeinsamen Internet-Auftritt gibt. „Im Ergebnis stand für uns fest, das Kulturportal aufzubauen“, sagt Edgar Kraul. Im Sommer vergangenen Jahres machte sich eine Firma aus Berlin an die Arbeit. Die Seite ist schon jetzt verfügbar (www.kulturportal-altmark.de).

Mit dem neuen Portal wird der Veranstaltungskalender des Landkreises Stendal abgelöst, der über die Seite der Kreisverwaltung aufgerufen werden kann – und auch im Erscheinungsbild der Kreis-Homepage entspricht. „Das neue Kulturportal hat ein frisches Design. Und was ganz neu ist: Es kann auch auf mobilen Geräten wie Smartphones genutzt werden“, freut sich Edgar Kraul. Doch es bietet noch einiges mehr. Gab es bisher nur eine Aufstellung von Veranstaltungen, so finden die Nutzer in den Datenbanken jetzt auch Informationen zu den Veranstaltungsorten (inklusive Ansprechparter, Kontaktdaten und Geodaten sowie weiteren Veranstaltungen dort) und zu den Künstlern, die eigene Visitenkarten hinterlegen. Gesucht werden kann nach verschiedenen Kriterien wie Ort, Genre oder Zeitraum.

Bisher war die Kreisverwaltung Anbieter des Veranstaltungskalenders, hatte ein Auge darauf. „Jetzt springen wir in richtig kaltes Wasser und gehen den Social-Media-Weg“, erklärt Edgar Kraul. Heißt: Jeder kann etwas ins Kulturportal eintragen und damit für seine Veranstaltung werben. Im Blick behalten sollen die Inhalte künftig Mitglieder des Vereins Kulturraum Altmark. Sieben sind es derzeit, Verstärkung wird gesucht: Mitglieder, die sich registrieren und ihre Veranstaltungen einpflegen, und Mitglieder, die dieser Gruppe und allen anderen dabei helfen, die regelmäßig auf die Seiten schauen.

Bis Ende 2019 ist die Finanzierung des Portals über „Land(auf)schwung“ gesichert. Danach muss es auf eigenen Füßen stehen. Ein studentisches Projekt der Hochschule Stendal beschäftigt sich derzeit mit einem Betriebskonzept für das Kulturportal.

Die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Kulturportal Altmark findet am Montag, 5. März 2018, ab 15 Uhr im Theater der Altmark statt. Jeder Interessierte ist willkommen.