Die Alte Post

Die Post in der Hallstraße wurde am 12. Juni 1999 geschlossen, seither stand das Gebäude leer. Die Post nahm ihre Tätigkeit im Juni 1999 in der Breiten Straße 75 auf.

Errichtet wurde das repräsentative Postgebäude in mehreren Abschnitten zwischen 1876 und 1881. Das Gebäude hatte eine Nutzfläche von 2200 Qua­dratmetern.

Im Lauf der Jahre gab es eine Reihe von Ideen, wie das Gebäude genutzt werden könnte. Von Hotel über Verbrauchermarkt bis zum Mehrgenerationenhaus waren die Vorstellungen. Alle zerschlugen sich.

Es gab mehrere Eigentümerwechsel, ehe der heutige Besitzer es 2015 kaufte und hochwertig sanierte. Es befinden sich 17 Mietwohnungen darin.

Stendal l In Stendal in der Poststraße wird ein weiteres Wohnhaus direkt neben der Musikschule gebaut. Mittlerweile wurde schon das Fundament gelegt und werden erste Wände hochgezogen.

Im Sommer soll das Haus, das drei Geschosse sowie eine Dachetage bekommen soll, fertig sein, sagt der Klädener Geschäftsmann Bert Beier auf Anfrage. Rund eine Million Euro soll in das Objekt investiert werden, das acht Wohnungen bekommen soll. Diese werden zwischen 50 und 95 Quadratmeter groß sein. Im August sollen die ersten Mieter dort einziehen können, wünscht er sich.

Genehmigungen brauchten lange

Beier hat bereits in den vergangenen Jahren das historische Postgebäude, das sich mit auf dem Gelände befindet, saniert und dort 17 Wohnungen geschaffen. „Die sind mittlerweile alle vermietet“, sagt der Klädener, der vor allem mit Partybändern am Handgelenk sein Geld verdient. „Wir sind da Marktführer in ganz Europa.“

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Eigentlich sollte das jetzt im Bau befindliche Haus schon viel weiter sein, sagt Beier bei einem Vor-Ort-Termin. Das Genehmigungsverfahren habe sich jedoch hingezogen. Auch mit der Statik zum Nachbarhaus habe es gewisse Probleme gegeben, es sollen Risse aufgetreten sein. Er habe das mit mehreren Gutachten abgesichert.

Zuvor hatte an der Stelle des Neubaus ein altes Klinkerhäuschen gestanden, das zur Post gehörte. „Ich weiß nicht, was da drin war“, sagt er. Obwohl es den Status Einzeldenkmal gehabt habe, sei es in einem erbärmlichen Zustand gewesen. „Das hätte man nicht mal als Fahrradschuppen verwenden können, da wuchsen innen drin Bäume, und das Dach war völlig hinüber.“

Die Denkmalbehörde erteilte ihm die Genehmigung für den Abriss, der im Juni erfolgte. Im kommenden Jahr soll der Hinterhof begrünt werden, befestigte Parkplätze gibt es dort bereits.