Stendal l Viele machen gerne bei Musik Hausaufgaben, Lehrer und Eltern raten davon ab. Wer hat denn nun eigentlich recht? Diese Frage stellte sich Gina Wrobel vom Stendaler Hildebrand-Gymnasium. Einer Probandengruppe, deren Mitglieder unterschiedliche Musik hörten, zeigte sie ein Suchbild und stellte dazu Fragen. Das Ergebnis: Wer klassische oder Popmusik hörte hatte mehr richtige Antworten als die Gruppe ohne Musik und – „Von Rapmusik ist abzuraten“, erklärte die 17-Jährige, die Gruppe hatte die wenigsten richtigen Antworten.

So realitätsnah kann es zugehen, wenn zum Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ eingeladen wird. Unter den rund 50 Projekten, die im Musikforum Katharinenkirche präsentiert wurden, waren allerdings auch zahlreiche, bei denen man in den Naturwissenschaften schon so richtig gut aufgepasst haben musste.

Lesepult fürs WC

So wie Cornelius Miller vom Norbertusgymnasium Magdeburg. Er hatte sich mit den Bärlappsporen näher beschäftigt. „Durch ihre fettabweisenden Eigenschaften kann man mit ihnen auf natürlich Art ölverseuchtes Gefieder reinigen“, erklärte er. Einen Ausflug in die Welt der Technik unternahmen die 13-jährigen Robert Rosenfeld, Jonas Richter und Marten Brabandt vom Havelberger Schülerinstitut (Siti). Bei dem hatte das Art-Hotel angefragt, ob nicht im Rahmen von „Jugend forscht“ ein Hotelroboter konstruiert werden könnte. Es konnte. Der Roboter, der winken und seinen Kopf bewegen kann, könnte an der Rezeption stehen, wenn der reguläre Mitarbeiter einem menschlichen Bedürfnis folgt.

Bilder

Dumm nur, wenn der auf dem stillen Örtchen dann auf die Erfindung von Robert Lietsch stößt, der auf das Genthiner Bismarck-Gymnasium geht. Er war mit einem Toiletten-Lesepult nach Stendal gekommen. Die Konstruktion soll beim Lesen auf der Toilette Hals und Rücken entlasten. Auch der Zehnjährige liest beim Geschäft: „Vor allem Comics, die Hausaufgaben mache ich aber in meinem Zimmer.“

Drohne im Mittelpunkt

Eigentlich hatten Leonie Lehmann (11) und Sidney-Sayana Liedigk (10) aus Genthin einen Rollschuh-Lautsprecher zum Wettbewerb mitbringen wollen. „Der ist aber nicht rechtzeitig fertiggeworden“, räumte Leonie ein. Als Alternative präsentierten sie Skateboard-LEDs. So können die beiden leidenschaftlichen Skateboarderinnen auch in der dunklen Jahreszeit noch etwas länger unterwegs sein.

Der Boden unter ihren Füßen interessiert Tim Hahnemann und Finn Fuchs vom Wenigeröder Gerhart-Hauptmann-Gymnasium weniger. Die beiden Harzer beschäftigten sich mit Drohnen, unternahmen auch eine Versuchsreihe mit Messungen von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Kohlendioxid in 70 Metern Höhe über dem Erdboden.

Ist Sport Mord?

Zu den derzeit laufenden Olympischen Spielen passte das Projekt von Lukas Pfeiffer. Der Hildebrand-Gymnasiast ging der Redewendung „Sport ist Mord“ auf den Grund. Er hat unter seinen Vereinskollegen von Lok Stendal eine Umfrage gemacht und kam zu einem ganz anderen Ergebnis: „Sport ist gesund“.