Stendal l Mit 49 Projekten im vorigen Jahr geriet der Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ an seine Grenzen. Es wurde so eng, dass sogar schon die Jury – die sonst hinter Stellwänden abgeschirmt ihre Arbeit tat – aus dem Saal in ein Zelt ausweichen musste. „Mehr als 50 kriegen wir definitiv nicht unter“, sagt Thomas Barniske vom BIC Altmark in Stendal, das den Wettbewerb hier unter seine organisatorischen Fittiche genommen hat. Mit 46 Projekten, allein 18 aus der Altmark, in diesem Jahr dürfte es aber wohl nur geringfügig luftiger werden.

Am Donnerstag, 28. Februar, werden sich die 81 Teilnehmer in sieben Fachgebieten den Juroren und der Öffentlichkeit im Musikforum Katharinenkirche in Stendal vorstellen.

Die Veranstalter freut diese konstant hohe Teilnehmerzahl natürlich, ist sie doch bester Beweis dafür, dass die Jugend sich eben nicht nur übers Handy und dessen weitläufige Spielereien definiert. Obschon das Smartphone als Zielmedium oder zumindest als Arbeitsmittel durchaus zum Einsatz kommt. Auch Apps wurden schon entwickelt. Viele Forschungs- und Experimentieransätze bewegen sich im Bereich Technik, am meisten aber doch immer wieder im Bereich Biologie.

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Großes Plus im Lebenslauf

Einige Schulen sind seit Jahren regelmäßig dabei. „Oft sind es die üblichen Verdächtigen“, sagt Barniske angesichts der angemeldeten Schulen, ohne das abwertend zu meinen: allen voran das SITI aus Havelberg, Winckelmann- und Hildebrand-Gymnasium aus Stendal und das Markgraf-Albrecht-Gymnasium aus Osterburg. Neu im Projektekatalog ist in diesem Jahr das Gymnasium Tangermünde. „Wir würden es gern sehen, wenn auch aus der Altmark Sekundarschulen dabei wären“, sagt Barniske, der gleichermaßen Auszubildende oder auch Studenten des ersten Studienjahrs zum Mitmachen animieren möchte.

Das Dabeisein zähle nach Einschätzung Barniskes und der federführenden Organisatorin Katja Bricke vom BIC noch immer am meisten. Klar, gibt es für die Sieger auch Preisgelder – aber die sind auf Regionalebene mit 75 Euro nicht unbedingt das Lockmittel schlechthin. „Aber die Chance, zum Landeswettbewerb zu kommen oder sogar zum Bundeswettbewerb, das weckt den Ehrgeiz dann doppelt. Und auch im Lebenslauf ist die Teilnahme bei ‚Jugend forscht‘ immer ein großes Plus.“

Zwei Patente angemeldet

Wenngleich es nicht oft vorkommt, hätten einige Projekte schon interessante Wege genommen, hätten die Aufmerksamkeit von Unternehmen geweckt. „Dieses Jahr haben wir zwei Projekte dabei, die schon als Patent angemeldet sind“, verkündet Barniske im Volksstimme-Gespräch stolz. Beim Wettbewerb wird man sie sehen.

Das Interesse und der Ehrgeiz der Teilnehmer ist das eine – sie müssen aber auch unterstützt werden. „Es ist wichtig, die Schüler und Jugendlichen zu animieren, sich mit ungewöhnlichen Fragestellungen zu befassen, und dafür ist sowohl von den Eltern als auch von den Betreuungslehrern sehr viel Enthusiasmus und Engagement nötig. Dafür kann man gar nicht genug danke sagen.“

Öffentliche Präsentation

Auch ohne die drei Patenunternehmen (BIC Altmark, Stadtwerke Stendal, Kreissparkasse Stendal) und die vielen anderen Sponsoren – Hansestadt und Landkreis Stendal sowie sieben Firmen, ein Verein und eine Stiftung – liefe der Wettbewerb wohl nicht so geschmeidig rund. Barniske schätzt diesen Rückhalt sehr: „Die Partner sichern nicht nur die finanzielle Durchführung des Wettbewerbs, sondern identifizieren sich auch mit dem inhaltlichen Ansatz und bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Kreativität in unterschiedlichen Bereichen zu entwickeln.“

Die Öffentlichkeit ist eingeladen, sich die Projekte am Donnerstag, 28. Februar 2019, im Musikforum Katharinenkirche in Stendal zwischen 11 und 15 Uhr anzuschauen.