Stendal l Endlich wieder Kino in der Kreisstadt. Mit dem bundesweiten Start des Thrillers „Tenet“ wird am morgigen Mittwoch die fünfmonatige Zwangspause im Stendaler Uppstall-Kino beendet. In gleich vier Vorstellungen wird der Action-Film von Regisseur Christopher Nolan gezeigt. Zu erleben ist, wie ein Agent rekrutiert wird, um einen besonderen Auftrag auszuführen. Er soll den 3. Weltkrieg verhindern. Eine nukleare Bedrohung ist nicht der Grund:Es muss eine Person gestoppt werden, die die Fähigkeit besitzt, die Zeit zu manipulieren.

Gäste werden platziert

In Wirklichkeit gibt es das nicht. Deshalb müssen Kinobetreiber mit der Corona-Pandemie zurecht kommen. „Umso mehr freuen wir uns, dass in Stendal das Kino behutsam wieder öffnet“, sagt Theaterleiter Günther Tyllack – ohne in Euphorie zu verfallen: Die Besucherzahlen, die gegenwärtig bundesweit erreicht werden, würden weit unter denen vor Corona liegen. „In der letzten Kinowoche waren es nur 180.000 Besucher.“ Aber: „Jeder Besucher hilft, den Fortbestand des Kinos in dieser schwierigen Zeit zu sichern.“

Auf Nummer sicher geht das Uppstall-Team und legt viel Wert auf die Hygienemaßnahmen. Darin eingeschlossen ist eine Neuerung. Die Besucher werden platziert - nach Erwerb des Tickets, „das online und normal an der Kinokasse erhältlich ist“, erläutert der Leiter. Im Foyer, beim Gang zum Platz und zur Toilette sowie beim Verlassen des Kinos gelte Maskenpflicht. Außerdem sollten die Besucher bis zum Abspann sitzen bleiben und dann die Notausgänge benutzen, um eine Begegnung mit den Gästen der nächsten Vorstellung zu vermeiden.

Extra: Mädelsabend

Trotz aller Corona-Vorschriften, „ein Besuch des Uppstall-Kinos in Stendal lohnt sich“, sagt Günther Tyllack. Nach dem Action-Film „Tenet“, der täglich um 14.30, 16.15., 19.30 und 20.30 Uhr läuft, beginnt am Donnerstag, 27. August, das neue Programm mit „I Still Believe“, „Follow Me“ und zahlreichen Kinderfilmen wie „Meine Freundin Conny – Geheimnis um Kater Mau“ und „Max und die Wilde 7“.

Obwohl die sonst üblichen Extras noch nicht wieder veranstaltet werden, „soll auf den beliebten Mädelsabend mit Proseccoempfang nicht verzichtet werden“, kündigt Tyllack an. Diese Vorstellung findet am Mittwoch, 2. September, statt, wenn ab 20.15 Uhr die erste Vorstellung von „After Truth“ auf der Leinwand flimmert.

Filmverleiher zurückhaltend

Weitere Extras wie die Spätvorstellungen und Mittagsvorführungen oder die gut angenommenen Reihen „Kino für Kenner“ und „Silberstreifen“ würden erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Programm aufgenommen werden können. Als Grund nennt Günther Tyllack: „Das Filmangebot ist noch immer nicht so umfangreich wie gewohnt. Viele Verleiher halten sich mit Blick besonders auf den amerikanischen Markt, der stark coronageschädigt ist, zurück.“