Stendal l „Toll, dass ihr da seid. Weil es euch gibt, legen wir heute diesen Grundstein.“ Wenn es jemanden gibt, der spontan zu beinahe jedem Anlass die richtigen Worte findet, dann ist es Elimar Brandt. So, wie es der Vorstand der Borg­hardtstiftung auch gestern wieder bewies, als auf dem Gelände der Stiftung an der Osterburger Straße der symbolische Startschuss für den Bau des neuen integrativen Kita-Hort-Komplexes fiel. 30 Kita- und 30 Hortplätze wird die Kindereinrichtung haben, auf 925 Quadratmetern Fläche Gruppen- und Therapieräumen sowie einer Kinderküche Platz bieten und natürlich über barrierefreie Zugänge zum Außengelände samt Spielplatz verfügen. 2,1 Millionen Euro kostet der Flachbau, von denen 200.000 Euro von der Stadt Stendal kommen.

Einer der Gründe für Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU), dem Zeremoniell persönlich beizuwohnen. Elimar Brandt nannte noch einen weiteren: „Am Schreibtisch des Oberbürgermeisters entstand die Idee für dieses Projekt.“

Anerkennung von "ganz oben"

Dem wiederum, also Stendals OB, war positiv aufgefallen, dass auch der altmärkische CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Gnodtke den Weg zur Grundsteinlegung gefunden hatte. Beleg dafür, so Schmotz, dass solches Engagement „auch ganz oben anerkannt wird“.Wobei ihm wichtig war, zu betonen, er habe das „politisch betrachtet“. Sein „ganz oben“ weiterzufassen, traute er sich vor dem Hintergrund der evangelischen Trägerschaft der Stiftung nicht. Die Umstehenden quittierten es schmunzelnd, applaudierten, als das Stadtoberhaupt feststellte: „Noch gar nicht lange her, da haben wir Kindergärten geschlossen, Schulen geschlossen. Heute sind wir dabei, welche zu bauen. Ein schönes Zeichen für die Zukunft.“

Das setzten dann Elimar Brandt und die 13-jährige Alyssa Filitz – eines der Kinder, die derzeit den „Übergangshort“ der Stiftung besuchen und im kommenden Jahr in das neue Haus umziehen möchten.

Sportliches Ziel

Den Bauarbeitern der Firma Schulz-Bau aus Schönhausen, die für Tief- und Hochbauarbeiten am Kita-Hort-Komplex verantwortlich zeichnen, wünschte Brandt angesichts der sportlichen Zielsetzung gutes Gelingen. Ihre Visitenkarte befindet sich ebenso in der Kartusche, die im Grundstein versenkt wurde, wie aktuelle Zeitungsausgaben, einige Münzen, eine Liste mit den Namen aller 180 Mitarbeiter der Borghardtstiftung und eine ganz besondere Zugabe, Zeichnungen von Kindern aus Kita und Hort der Stiftung.