Stendal l Hardy Peter Güssau (CDU) wird dem neuen Kreistag in Stendal nicht mehr angehören. Der 56-jährige Landtagsabgeordnete war als Nummer zwei der CDU-Liste im Stendaler Wahlbereich hinter dem Stendaler Oberbürgermeister Klaus Schmotz ins Rennen gegangen. Am Ende erhielt Güssau gerade einmal 453 Stimmen. Von einem Sitz im Kreistag war er damit weit entfernt.   

Bestes Ergebnis für Klaus Schmotz

Im Stendaler Wahlbereich sind für die CDU Klaus Schmotz (4333 Stimmen), Dr. Jörg Böhme (1342), Christel Güldenpfennig (840) und Thomas Weise (599) in den Kreistag gewählt worden. Als Ersatzkandidaten stehen Dr. Henning Richter-Mendau (591) und Norbert Kammrad (581) noch vor Güssau. Dem Landtagsabegordneten fehlten damit rund 150 Stimmen zu einer Wahl in den Kreistag.   

Bei der Wahl 2014 hatte Güssau noch 2235 Stimmen geholt und damit das fünftbeste Ergebnis seiner Partei erzielt. Bester Stimmenfänger der CDU war damals im Übrigen Nico Schulz mit 4941 Stimmen, der diesmal mit der Wählergruppe "Pro Altmark" antrat und sein Einzelergebnis mit 5317 noch verbesserte. Schulz übertrumpfte damit sogar noch Kartin Kunert (Linke), die 5264 Stimmen erhielt. Die ehemalige Bundestagsabgeordnete hatte 2014 die meisten Stimmen geholt.  

Möglicherweise wurde der bei der CDU nicht aufgearbeitete Wahlskandal von den Wählern am meisten Hardy Peter Güssau angelastet. Jedenfalls büßte der ehemalige Landtagspräsident ordentlich Stimmen ein. Auch das Amt als Landtagspräsident hatte er 2016 bereits im Zuge der Wahlaffäre aufgeben müssen. Der Druck war seinerzeit zu hoch geworden. Güssau betonte jederzeit, dass er von den Wahlfälschungen nichts gewusst habe. Immerhin konnte Güssau bei der Stadtratswahl seinen Sitz verteidigen.