Stendal l Das Große Haus im Theater der Altmark (TdA) ist proppenvoll, frenetisch werden Auftritte gefeiert. Von einer Fangemeinde, die weiß, wem sie die großartige Show bei freiem Eintritt an diesem Abend zu verdanken hat.

Es ist der Verein Kunstplatte Stendal mit seinen engagierten Lehrmeistern und dem nimmermüden Vorsitzenden Bernd Zürcher, der dem Publikum versichert: „Wir werden weiter Kultur zu den Menschen bringen. Noch immer haben wir viele nicht erreicht“, sagt der 65-Jährige. Auch wenn es ein ewiger Kampf um das liebe Geld sei, „uns fällt schon etwas ein, wie es weiter geht“.

Dass es sich lohnt, für das Ansinnen der Kunstplatte weiter zu kämpfen, haben ehemalige Mitstreiter eindrucksvoll bewiesen. Für die Geburtstagsfeier zum 20. Bestehen haben sich Sängerinnen und Sänger wieder zusammengefunden und mit einem Repertoire aus der Musical-Welt begeistert. „Ja, toll, was aus ihnen geworden ist“, interpretierte Moderator Thomas Pusch den anhaltenden Beifall.

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Das galt auch für die Tänzerinnen, ebenso für die sieben Band-Musiker, die im Laufe der Jahre ihre Wege gegangen sind und zur Jubiläumsshow zu ihrer Talentschmiede zurück kehrten. So feierte die Ileborgh-Combo ein tolles Combeback, das in Windeseile organisiert wurde. „Ich habe vor knapp drei Wochen alle angerufen, jeder hat gleich ja gesagt. Dann haben wir kurz geprobt und ... es hat geklappt“, sagt Initiator Sebastian Socha.

Gefeiert wurden an dem Abend auch die Teenager, die heute in der Kunstplatte professionelle Anleitung bekommen und sich ausprobieren können, als Schauspieler oder Filmemacher. Und weil sich der Verein als Netzwerk versteht, überbrachte beispielsweise der KTSC „Treuer Husar“ tanzende Glückwünsche. Stichwort Glück. Für Zürcher sei die Zusammenarbeit mit TdA und Offenem Kanal „ ein Glücksfall“.