Stendal l Der russische Maler und Grafiker Alex Doll ist gerade einmal 25 Jahre alt. Dennoch hat er sich in der russischen Kunstszene längst einen Namen gemacht. Bereits 2014 erhielt er den höchsten Orden der Russischen Akademie der Künste „Für Verdienste um die Kunst“. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Künste gewählt – als jüngstes Mitglied überhaupt. „Normalerweise wird einem so etwas mit 70 Jahren und älter zuteil“, sagte Professor Rainer Vollkommer als Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums und Vizepräsident der Stendaler Winckelmann-Gesellschaft am Freitag bei der Eröffnung der Ausstellung „Ansichten von Liechtenstein“.

Briefmarke für Fürstentum kreiert

Alex Doll hatte einige Zeit in dem Fürstentum verbracht und seine Außensicht in Gemälden und Grafiken auf das kleine Land dargestellt. „Normalerweise dauert es immer etwas, bis Auswärtige Liechtenstein justiert haben, ohne auf unsere Nachbarn Schweiz und Österreich zu blicken“, sagte Botschafter Prinz Stefan von und zu Liechtenstein, der ebenso bei der Eröffnung in Stendal dabei war, wie der russische Generalkonsul Konstantin Nefedov.

Der russische Künstler Alex Doll hatte in Liechtenstein auf sich aufmerksam gemacht, als er 2014 die Sonderbriefmarke des Fürstentums anlässlich der Olympischen Spiele in Sotschi gestalten durfte.

Botschafter Liechtenstein sprach davon, dass es ohnehin eine „besondere Liebesbeziehung“ zwischen Russland und dem Fürstentum gebe. Vorfahren von ihm seien sogar in Leo Tolstois „Krieg und Frieden“ erwähnt, sagte er am Rande.

Es sei eine „kleine, aber feine Ausstellung“ entstanden, sagte Liechtenstein. Nachdem die Bilder im Landesmuseum zu sehen waren, sind sie nun drei Wochen in Stendal im Winckelmann-Museum ausgestellt, ehe sie an 17 russische Orte gehen, unter anderem St. Petersburg und Moskau sowie nach Orenburg, dem Heimatort des jungen Künstlers.