Stendal l Mit der Werbung kann nicht früh genug begonnen werden – darum zeigt die Hansestadt Stendal schon jetzt Flagge für den Sachsen-Anhalt-Tag 2022. Vor dem Rathaus wehen drei Fahnen im Wind, am Bahnhof werden Reisende von einem Banner begrüßt. Gezeigt wird das Motiv zum Motto „Mittelalter trifft Moderne“, unter dem vom 1. bis 3. Juli das Landesfest gefeiert werden soll.

Die Werbung dafür flattert auch in viele Haushalte, Firmen und hinaus in die Republik – in Form von Briefumschlägen, in denen die Stadt ihre offizielle Post verschickt. Von den Umschlägen gibt es auch eine Variante, die Partner der Großveranstaltung mit ihrem Firmenaufdruck nutzen können – ein Angebot, um den Kreis der Werbenden zu vergrößern. Ebenso wie den Kreis der Unterstützer, zu dem Matthias Neumann, Leiter des Organisationsbüros, eine Neuigkeit verkünden kann: Die Volksbank Stendal ist als Hauptsponsor aus dem Finanzsektor dabei.

Button-Verkauf hat begonnen

Einige Partner helfen beim Button-Verkauf. Der Anstecker ist zum Preis von 15 Euro erhältlich – wie geplant mit Rabatten und kleinen Überraschungen. Angeboten wird der Button in der Tourist-Information, die aktuell aber geschlossen ist. Ab Mitte Februar soll er bei Yvonne Riesmann im Geschäft „MY Unverpackt“ in der Breiten Straße verkauft werden. „Und dazu gibt es einen Glas-Strohhalm“, so Neumann. Mit im Boot ist zudem das „Mainly“-Foodstore in der Marienkirchstraße, auch dort soll Mitte des Monats der Button-Verkauf starten. Neumann: „Wir würden uns über weitere Partner für die Aktion freuen.“ (Kontakt per E-Mail: sat2022@stendal.de)

In diesem Monat bezieht das Organisationsbüro sein neues Domizil in der Breiten Straße 63 (zuletzt von der Hochschule genutzt). Auch, weil das Team in den kommenden Wochen und Monaten wachsen wird. Mit Matthias Neumann und Nadine Sandke war das Organisationsbüro als Zweier-Team gestartet, begleitend zu ihrer Arbeit im Sachgebiet Veranstaltungsmanagement und Tourismus.

Aktuell arbeiten drei Personen in Vollzeit im Organisationsbüro für den Sachsen-Anhalt-Tag, informiert die Stadtverwaltung in einer Antwort an Stadtrat Jürgen Schlafke (SPD). Er hatte im Finanzausschuss wissen wollen, ob und welche Umbesetzungen es innerhalb der Verwaltung geben soll. Vorraussichtlich zum 1. März wird ein Mitarbeiter aus dem Tiefbauamt als Vollzeitstelle ins Organisationsteam wechseln. Weitere Delegierungen von Mitarbeitern seien bisher nicht erfolgt und nicht geplant, heißt es aus dem Rathaus. Die anderen Stellen bei den Organisatoren wurden und werden ausgeschrieben, sie sollen intern oder bei Bedarf extern besetzt werden. Geplant ist, dass das Organisationsbüro mit insgesamt sechs Vollzeitmitarbeitern besetzt ist.

Bauvorhaben aufschieben?

Die Information, dass ein Tiefbauamtsmitarbeiter wechselt, ließ Jürgen Schlafke aufhorchen – zumal oft zu hören sei, dass Bauprojekte und Planungen liegenbleiben müssen, weil Mitarbeiter im Bauamt fehlen. Darum seine Nachfrage: Muss andere Arbeit aufgeschoben werden? Geht es nach der Stadtverwaltung, dann nicht. Denn die Stellen der intern umgesetzten Mitarbeiter sollen neu besetzt werden. Wenn dies gelingt, heißt es in den Antworten an Stadtrat Schlafke, werde „in den Bereichen nichts liegen bleiben“. Sollte eine Neubesetzung nicht möglich sein, „könnte es dazu kommen, dass einzelne Aufgaben nicht erledigt werden können“. Welche das sind, könne erst konkretisiert werden, wenn feststeht, ob und aus welchen Bereichen Beschäftigte ins Organisationsbüro wechseln.

Im Finanzausschuss sowie im Haupt- und Personalausschuss ging es im Zuge der Haushaltsdebatte um die Finanzen. Mit Stand Ende Januar seien Ausgaben von knapp 35.000 Euro angefallen, so die Verwaltung. Einen Teil davon bekommt die Stadt in diesem Jahr von der Staatskanzlei erstattet. Als direkte Zahlung für das Fest soll es vom Land 50.000 Euro geben, informierte Matthias Neumann im Hauptausschuss. Zuschüsse für Bühnen, Gema und anderes hinzugerechnet, werde sich das Land insgesamt mit zirka 200.000 Euro beteiligen.

Beim Bürgerdialog im September vorigen Jahres hatte die Stadt berichtet, dass die Gesamtausgaben bei zirka einer Million Euro liegen und die Stadt mit Einnahmen von etwa 500.000 Euro rechnet. Vom Stadtrat war für die Jahre 2017 bis 2021 beschlossen worden, jährlich 30.000 Euro anzusparen: Insgesamt also 150.000 Euro als Grundstock.

Die Ausgaben und Einnahmen seien geschätzte Werte, so Neumann. „Jetzt gehen wir in die Detailplanung“, danach könne es konkretere Zahlen geben. Ein Faktor, der sich noch verändert und offen ist: die Spendenfreudigkeit der lokalen Wirtschaft nach der Corona-Krise.