Stendal l Bereits am Sonntagvormittag um 11 Uhr zeichnete sich ein Trend zu einer hohen Wahlbeteiligung bei der Landratswahl im Landkreis Stendal ab. Wie Kreiswahlleiter Denis Gruber mitteilte, waren bereits zu dem Zeitpunkt rund 9,3 Prozent der Wähler an die Urne getreten. Um den Trend ermitteln zu können, hatte der Wahlleiter sich die Zwischenmeldungen aus 18 von 185 Wahllokalen angesehen, die repräsentativ ausgesucht wurden. Um 15 Uhr lag der Trend bereits bei 22,3 Prozent.

Insgesamt sind 95.171 Wähler im Landkreis dazu aufgerufen, den Landratsposten neu zu vergeben. Der 56-jährige Amtsinhaber Carsten Wulfänger (CDU) möchte weitere sieben Jahre das Amt ausfüllen. Zwei 36-jährige Herausforderer wollen ihm dies Amt streitig machen. Für die AfD tritt Arno Bausemer an. Von der SPD ist Patrick Puhlmann im Rennen, der von den Linken, den Grünen sowie der FDP gestützt wird. Hinter Wulfänger hatte sich die Wählergruppe Pro Altmark offiziell gescharrt. 

Viel höhere Briefwahlquote

Möglicherweise könnte auch eine erhöhte Briefwahlquote auf eine höhere Wahlbeteiligung als bei der letzten Landratswahl 2012 hindeuten. Damals waren 25,4 Prozent der Stimmen bei der Hauptwahl abgaben worden. Bei der Stichwahl waren es nur dann noch 16,3 Prozent. Während vor sieben Jahren 2697 Briefwahlunterlagen angefordert wurden, so waren es diesmal laut Wahlleiter Gruber insgesamt 5050. Alerdings gebe es ohnehin einen allgemeinen Trend zu höheren Briefwahlquoten. Das habe sich bei den vergangenen Wahlen gezeigt. 

Im Übrigen dürfen 5782 junge Menschen aus dem Landkreis Stendal erstmals den Landrat mitbestimmen. Sie sind seit der Wahl von 2012 älter als 16 Jahre geworden. Es gibt darüber hinaus 466 junge Wähler, die überhaupt erstmals wählen dürfen, da sie seit der Kommunalwahl im Mai 16 Jahre alt geworden sind und nun Wahlrecht haben.