Landkreis  Stendal l Aus einer vor­übergehenden Notlösung ist bei der Stendaler Tafel prompt ein dauerhaft praktikables Prozedere geworden. Um den Kundenandrang zu entzerren, hatte man mit der Wiederöffnung im April eine zusätzliche Ausgabe eingerichtet: für Personen über 60 Jahre und solche, die zur Corona-Risikogruppe gehören. Sie können sich ihre Lebensmittel seither immer donnerstags abholen. „Und das werden wir noch eine Weile so lassen“, sagt Tafel-Leiterin Melanie Märtens.

Für Großfamilien extra

Bei der Samstagsausgabe gibt es ebenfalls eine neue Regelung: „Großfamilien bekommen ihre Ware am hinteren Eingang auf der Rampe, die anderen Kunden kommen weiterhin nach vorne“, erläutert Märtens. Und dort gilt nach wie vor das neue Ausgabeprozedere: Die Lebensmittel werden nur noch im Eingangsbereich ausgegeben. Dabei müssen nicht nur die Tafel-Ehrenamtlichen einen Mundnasenschutz tragen, sondern auch jeder Kunde, der den Eingangsbereich betritt.

Wenig Gemüse, viele Spenden

Schwierig ist derweil die Versorgung mit Lebensmitteln. „Die Menge schwankt momentan etwas“, berichtet Märtens, „manchmal haben wir so viele Lebensmittel, dass man gar nicht weiß, wie sie verteilt werden sollen. In anderen Wochen ist es deutlich weniger Ware, vor allem Gemüse. Aber nichtsdestotrotz kommen wir immer gut hin und können jedem Kunden Lebensmittel überreichen.“ Froh ist die Tafel-Chefin, dass es seit der Corona-Krise „wirklich viele, viele Spenden“ gab.

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