Entschädigung und Zuwendung

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Hansestadt Stendal erhalten bei vorliegender fachlicher und gesundheitlicher Tauglichkeit Aufwandsentschädigung, Ersatz ihrer Auslagen und ihres Verdienstausfalles, Ersatz von Reisekosten und Zuwendungen entsprechend der Feuerwehrentschädigungssatzung.

Auszug aus der Satzung:

• für jeden Einsatz 10 Euro,

• monatlich für Stadtwehrleiter 200 Euro, Vize-Stadtwehrleiter 100 Euro, Ortswehrleiter 75 Euro, Vize-Ortswehrleiter 50 Euro, Zugführer 51 Euro, Stadtjugendwart 97 Euro, Vize-Stadtjugendwart 50 Euro, Ortsjugendwart 40 Euro, Ortskinderwart 20 Euro

Feuerwehrzuwendungs-Richtlinie / Auszug:

• einmalig für Qualifikationen zum Gruppenführer 75 Euro, Zugführer 100 Euro, Verbandsführer 125 Euro,

• Atemschutzgeräteträger für jeden Einsatz 5 Euro,

• für Vereinszwecke jährlich je Mitglied 20 Euro,

• für Gründungsjubiläen einmalig Stadtwehr Stendal 3.000 Euro, Ortswehr Stendal 2.000 Euro, jede andere Ortswehr 500 Euro.

Lauftext

Stendal l Trotz Änderung einer Verordnung auf Landesebene sollen die 480 aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Hansestadt Stendal wie in den Vorjahren ihre Aufwandsentschädigungen erhalten. Aus diesem Grund ist mit der erforderlichen Überarbeitung der Feuerwehrentschädigungssatzung zusätzlich eine Zuwendungsrichtlinie für die Brandschützer in der Hansestadt und den Ortsteilen erarbeitet worden. Werden beide Entwürfe vom Stadtrat beschlossen, „sind die Kameraden unter dem Strich wie vorher gleich gestellt“, sagte Stadtwehrleiter Michael Geffers auf der Sitzung des Finanzausschusses.

Die Mitglieder des Finanuausschusses erteilten der Satzung und auch der Richtlinie mehrheitlich ihre Zustimmung, wobei sie in einigen Punkte gern Unterschiede gemacht hätten. Der Ausschussvorsitzende Björn Dahlke (Grüne) brachte einen Änderungsantrag ein, in dem er vorschlug, sich bei der Entschädigung an den vom Land ausgewiesenen Höchstsätzen zu orientieren, „wie wir es bei den ehrenamtlich tätigen Stadt- und Ortschaftsräten auch gemacht haben“.

Fokus auf Atemschutzgeräteträger

Das sei bewusst nicht gemacht worden, entgegnete Geffers, „um noch eine Spanne für die Entwicklung zu haben.“ In den Beratungen mit den 24 Ortsfeuerwehren habe Übereinstimmung geherrscht, dass beispielsweise Leiter nicht höher entschädigt werden müssten. „Was wir brauchen sind junge Leute, die sich für eine aktive Mitgliedschaft entscheiden.“ Aus diesem Grund sei es aus Sicht des Stadtwehrleiters wichtig, Kameraden, die einen hohen Aufwand bei der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger betrieben haben, weiter für jeden Einsatz zusätzlich mit fünf Euro zu entschädigen.

Auch hier wurde diskutiert, die Strapaze und hohe Leistung finanziell noch mehr zu würdigen. Michael Geffers gab zu bedenken, dass die Kameraden nicht unbegrenzt Zuwendungen bekommen können. Sie seien für die steuerlichen und sozialversicherungspflichtigen Belange der gezahlten Zuwendungen selbst verantwortlich.

Eindringlich machte Geffers auch klar, dass die funktionsgerechte Besetzung der Feuerwehrfahrzeuge allgemein ein großes Problem sei. Aus diesem Grund müssten fast jedes Mal die Kameraden der Stendaler Feuerwehr, allen voran die Atemschutzgeräteträger, mit zu den Einsätzen ausrücken. Sein Fazit: „Wir können das Ehrenamt weiter leistungsgerecht fördern, brauchen aber dringend Personal.“