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Marktplatz-Reinigung in Stendal nach Demo von Fridays for Future kostet fast 9000 Euro

Eien Spezialfirma hat auf dem Marktplatz in Stendal die Hinterlassenschaften einer Fridays-for-Future-Demo entfernt. Die Kosten soll die Anmelderin der Demo übernehmen.

Von Antonius Wollmann
So sah der Markt in Stendal nach der Demo im März 2021 aus. Die  Botschaften waren mit Sprühkreide aufgetragen worden.
So sah der Markt in Stendal nach der Demo im März 2021 aus. Die Botschaften waren mit Sprühkreide aufgetragen worden. Foto: A. Wollmann

Stendal - Die Reinigung des Marktplatzes in Folge einer Demonstration der Stendaler Ortsgruppe der Klimaaktivisten Fridays for Future hat rund 8800 Euro gekostet. Darüber informiert Stadtsprecher Armin Fischbach auf Anfrage der Volksstimme. Die Stadtverwaltung hatte eine Spezialfirma damit beauftragt, Pflastersteine von Farbresten zu befreien.

Dabei seien Schäden an den Steinen nicht zu vermeiden gewesen, weil die Fugen nicht versiegelt sind. „Die gereinigte Pflasterfläche musste teilweise repariert und danach fachgerecht mit einem Brechsand-Sand-Gemisch verfugt werden“, sagt Armin Fischbach. Dies führte zu einer Kostensteigerung von fast 3100 Euro. Für das Entfernen der Farbe wurden der Stadt 5700 Euro in Rechnung gestellt.

Im April konnte man die Schrift der Fridays for Future Demonstration auf dem Marktplatz in Stendal noch durchschimmern sehen. Eine Reinigungsaktion zuvor erzielte aus Sicht der Stadtverwaltung nicht den gewünschten Effekt.
Im April konnte man die Schrift der Fridays for Future Demonstration auf dem Marktplatz in Stendal noch durchschimmern sehen. Eine Reinigungsaktion zuvor erzielte aus Sicht der Stadtverwaltung nicht den gewünschten Effekt.
Foto: Antonius Wollmann

Die Gesamtkosten möchte die Stadt auf die Anmelderin der Demo umlegen. Ein Schreiben, um den Schaden geltend zu machen, sei am Dienstag an den Rechtsanwalt der Anmelderin verschickt worden, teilt der Stadtsprecher mit. Darüber hinaus habe man keinen Kontakt mit der Person gehabt.

Am 20. Mai ist fast nichts mehr zu sehen von den Kreideschriftzügen auf dem Markt von Stendal.
Am 20. Mai ist fast nichts mehr zu sehen von den Kreideschriftzügen auf dem Markt von Stendal.
Foto: Rene Scheffold

Bei der Demo im März hatten die Teilnehmer ihre Botschaften mit Kreide auf die Steine gesprüht. Entgegen der Annahme, dass der Regen die Farbe von den Steinen abspülen würde, blieb sie teilweise haften. Eine Reinigungsaktion von Fridays for Future erzielte aus Sicht der Stadtverwaltung nicht den gewünschten Effekt. Deshalb entschied man sich, die Reinigung von Spezialisten vornehmen zu lassen.