Stendal l Viel Geduld war am 28. Juni von jedem gefragt, der auf der Bundestraße 188 von Stendal nach Rathenow oder in der umgekehrten Richtung unterwegs war. Baustellenbedingter Megastau. Wer mit seinem Fahrzeug eine halbe oder dreiviertel Stunde brauchte, um die Baustelle zu passieren, gehörte zu den Glücklichen. Das Doppelte an Zeit im Stau und mehr war da schon fast die Regel.

Der Landesbetrieb Bau versicherte auf Nachfrage zu reagieren. Am heutigen Freitagmorgen werde man mit der Baufirma und Verkehrsexperten zusammensitzen. Dann werde auch geklärt, ob die Ampelanlage, über die der Verkehr wechselseitig an der Baustelle vorbeigeführt wird, manuell gesteuert werden kann.

Nachtarbeit nicht möglich

Die Arbeiten in die Nachtstunden zu verlagern, sei nicht möglich, weil die gesamte Technologie eine andere wäre und der Bau dadurch um eine halbe Million Euro teurer werden könnte, hieß es im Landesbetrieb.

Was die Situation zusätzlich kompliziert mache, sei die Tatsache, das sich ja auch die Baufahrzeuge, die zum Beispiel das abgefräste Fahrbahnbelagsmaterial abtransportieren, in den per Ampel geregelten Verkehr einordnen müssen.

Abends und nachts, wenn nicht an beziehungsweise auf der Fahrbahn gearbeitet wird, die Straße für den Verkehr freizugeben, sei auch keine Option. 13 bis 16 Zentimeter der Fahrbahndecke werden im Baustellenbereich abgefräst, die eine Straßenhälfte also um diese 13 bis 16 Zentimeter tiefer und eine Verkehrsführung darüber hinweg zu gefährlich.

Bewusst seien die Sanierungsarbeiten in die Ferienzeit gelegt worden, um so wenigstens den Schülerverkehr nicht zu behindern. Apropos Ferien: Bis zu deren Ende Mitte August soll die Fahrbahnsanierung, die bis über die Tangermünder Elbebrücke hinaus geht, abgeschlossen sein.