Stendal l Die Stendaler Oldtimer-Freunde trauern um die Rallye-Legende Heidi Hetzer. Sie war am 21. April tot aufgefunden worden. Der Verein war der gebürtigen Berlinerin verbunden. Mehrfach war es im Laufe der Jahre zu persönlichen Kontakten gekommen.

„Das erste Mal konnten wir Heidi Hetzer hier in Stendal im Jahre 2007 in Aktion sehen“, berichtet der Vereinschef Michael Trösken. Damals nahm sie als älteste Teilnehmerin an der 2000 Kilometer langen Deutschlandrundfahrt teil. Dabei steuerte sie ihren wuchtigen Opel-Rennwagen von 1911 am Roland vorbei und hielt direkt vor dem Rathaus. „Dort holte sie ihren Stempeleintrag ab“, erinnert sich Michael Trösken an die erste Begegnung mit der leidenschaftlichen Rennfahrerin.

Bewunderung für starke Frau

Doch damit war die gemeinsame Geschichte noch lange nicht beendet. „Ein letztes Mal hatten wir Gelegenheit, sie auf Ihrer letzten Etappe der zweijährigen Weltreise von der Autobahnabfahrt Burg-Ost bis zur Auffahrt Ziesar zu begleiten“, so Michael Trösken. Von 2014 bis 2016 hatte Heidi Hetzer die Welt in einem Hudson Greater Eight umrundet. Die Stendaler Oldtimer-Freunde konnten sie bei diesem Abenteuer wenigstens ein kleines Stück des Weges begleiten.

„Sie war eine starke Frau, die in der Männerdomäne Rallyesport Achtung und Anerkennung fand“, zollt Michael Trösken der Berlinerin seinen Respekt.