Stendal l Es wirkt wie eine lustig-bunte Performance für den Kunstunterricht, wie die Mädchen und Jungen da Kreidefiguren aufs Gehwegpflaster entlang des Ostwalls malen. Tatsächlich haben sie auch ihre Freude dabei – und wissen gleichwohl um den ernsten Hintergrund: den Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle.

Gedenken in Stendal: Alle machen mit

Die aus den Kreidezeichnungen gebildete Menschenkette reicht von ihrer Schule bis zur Gedenktafel für die einstige Stendaler Synagoge. Alle Klassenstufen sind daran beteiligt, ergänzen vom Morgen bis zum Mittag die Reihe aus bunten Figuren, die sich die Hände reichen. Die Idee dazu hatten die Schulsozialarbeiterinnen, gemeinsam mit dem Religionslehrer haben sie den Hallenser Anschlag und den Umgang mit den verschiedenen Religionen zuvor im Unterricht thematisiert.