Restaurierung

Metallbaukünstler Anastasov arbeitet die großen Tore zum Ehrenhof des Neuen Schlosses in Tangerhütte auf

Vier Männer konnten sie alleine nicht anheben. Die Schlosshof-Tore im Tangerhütter Gartenträume-Park müssen saniert werden. Dafür wurde ein Kran benötigt.

Von Birgit Schulze
Das mehrere hunter Kilogramm schwere Metalltor wurde am Freitag in Tangerhütte per Kran aufgeladen.
Das mehrere hunter Kilogramm schwere Metalltor wurde am Freitag in Tangerhütte per Kran aufgeladen. Fotos: Birgit Schulze

Tangerhütte - Die lange geplante Sanierung der Schlosshof-Tore im Tangerhütter Gartenträume-Park ist angelaufen. Eine knappe halbe Tonne schwer dürfte ein Flüge der beiden großen Metalltore am Ehrenhof des Neuen Schlosses sein. Vier Männer konnten diesen am vergangenen Freitag beim Abbau alleine mit Muskelkraft nicht anheben.

Mit dem Kran wurde eines der historischen Doppeltore am Vormittag verladen und in die Werkstatt des Metallbaukünstlers Sebastian Anastasov nach Hundisburg gebracht. Er wird dort auch eine Farbanalyse machen, um die Originalfarben zu bestimmen, gehe aber schon jetzt von einem Blauton mit goldenen Zierelementen aus, sagte er vor Ort. Ab August oder September soll voraussichtlich das zweite Tor restauriert werden.

Fast 10 000 Euro für die Sanierung

Der Heimatverein in Tangerhütte hat dafür 9600 Euro eingeplant. Davon stammen 3200 von Lotto-Toto, 2000 von der Ortschaft und 1000 Euro von den örtlichen Volksbanken/Raiffeisenbanken.

Das Tor aus geschmiedetem Stahl mit gusseisernen Zierelementen war in den 1990er Jahren schon einmal in einer Metallwerkstatt in Tangerhütte neu gestrichen worden, eine Restaurierung nach Denkmalschutz-Vorgaben aber war das nicht, erzählte Ortsbürgermeister Gerhard Borstell vor Ort. Lange hatte der Tangerhütter Verein Geld gesammelt und darauf gewartet, mit der Sanierung beginnen zu können. Dass es nun endlich losging, freute vor allem den Heimatvereinsvorsitzenden Rainer Krause sehr.

Der Verein hat in den vergangenen Jahren auch im Schloss von Böden über Kronleuchter und Fenster viele Details Stück für Stück erneuert. Mit den zentralen Toren, die aus der Produktion der örtlichen Eisengießerei stammen und für die Fabrikantenfamilie Wagenführ gefertigt worden waren, kommt die Restaurierung des historischen Ensembles nun wieder einen guten Schritt voran.

Metallbaukünstler Sebastian Anastasov musste die Halterungen zum Teil mit dem Winkelschleifer lösen.
Metallbaukünstler Sebastian Anastasov musste die Halterungen zum Teil mit dem Winkelschleifer lösen.
Foto: Birgit Schulze