Neues Gerätehaus

Milterns Feuerwehr braucht ein neues Gerätehaus

Für Milterns freiwillige Feuerwehr muss ein neues Gerätehaus her. Am bisherigen Standort ist es seit Jahren viel zu eng. Auch die Unfallkasse bemängelt diesen Zustand. Deshalb wird aktuell ein Konzept erarbeitet.

Von Anke Hoffmeister 02.07.2021, 14:02
Im März 2017 krempelten die Mitglieder der Milterner Feuerwehr gemeinsam mit Bauhofmitarbeitern die Ärmel hoch und legten den Fußboden des Gerätehauses tiefer.
Im März 2017 krempelten die Mitglieder der Milterner Feuerwehr gemeinsam mit Bauhofmitarbeitern die Ärmel hoch und legten den Fußboden des Gerätehauses tiefer. Foto: Anke Hoffmeister

Miltern - Für die Brandschützer in Miltern sollen und müssen die Bedingungen besser werden. Das wissen die, die direkt von Ort aktiv sind, seit vielen Jahren. Die Stadt Tangermünde als Träger der Feuerwehren in allen Ortsteilen hat es schriftlich bestätigt bekommen. Die Feuerwehrunfallkasse hat nicht nur das Gerätehaus in Miltern, sondern auch jene in Hämerten, Buch, Grobleben und Tangermünde als nicht DIN-gerecht beanstandet.

Hin zu DIN-gerechten Gerätehäusern

Deshalb wurden in der 2018 vom Stadtrat verabschiedeten Risikoanalyse zum Brandschutz in der Einheitsgemeinde Prioritäten festgelegt. Danach sollte die Ortswehr in Langensalzwedel zu allererst ein neues Gerätehaus erhalten. Das steht mittlerweile. An zweiter Stelle ist Miltern aufgeführt.

Aktuell laufen zum Bau eines neuen Gerätehauses in Miltern die Vorabstimmungen. Wie Thomas Stagneth, Sachgebietsleiter für Investitionen und Liegenschaften bei der Stadt Tangermünde, auf Nachfrage mitteilte, werden damit zunächst einmal die Vorstellungen aller Beteiligten gesammelt und zu Papier gebracht. „Wir sind jetzt in der Endphase der internen Entwicklung“, so Stagneth.

Das bedeutet, sowohl die Milterner Wehrleitung als auch Stadtwehrleiter Michael Classe, Ortschaftsratsmitglieder, Ordnungsamt und Verwaltung stimmten gemeinsam mit Planer Hartmut Böwe das Konzept ab. Dieses soll der Feuerwehrunfallkasse vorgelegt werden, um deren Hinweise und Anregungen noch mit einfließen zu lassen, bevor es an die tatsächlich Planung des Objektes geht.

Ein Haus für mehrere Nutzergruppen

Wie Thomas Stagneth berichtete, soll das neue Gerätehaus, das auf der Fläche links vom Zugang zum Milterner Spielplatz entstehen wird, nicht nur den Kameraden dienen. Auch ein größerer Saal soll integriert und ein Raum für den jetzt nicht mehr existierenden Jugendklub im Dorf geschaffen werden. „Damit haben wir alle Nutzergruppen erfasst“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

„Wir sind auf der Zielgeraden. Ich denke, dass wir das Konzept nach der politischen Sommerpause, vielleicht schon im September, im Milterner Ortschaftsrat besprechen werden können“, gab er zu verstehen.

Erst danach würde Hartmut Böwe tatsächlich mit der Planung des Objektes beauftragt werden. Im Haushalt der Stadt Tangermünde sind dafür 74 000 Euro vorgesehen – 31 000 Euro für dieses Jahr und 43 000 Euro für das Jahr 2022. Die Milterner Kameraden hatten in den vergangenen Jahren stets mit sehr viel Eigeninitiative dafür gesorgt, Raum im vorhandenen Gerätehaus zu schaffen. Es wurde immer mal wieder an- und umgebaut, zuletzt mit Unterstützung des Bauhofes der Garagenboden tiefer gelegt, damit das TLF 16/25 überhaupt in dieGarage gefahren werden konnte.

Keine Angaben zu Kosten und Realisierungszeitraum

Über die Kosten für den geplanten Neubau und den Zeitraum, wann gebaut werden wird, kann Thomas Stagneth aktuell keine Auskunft geben. Im Haushalt der Stadt Tangermünde ist dafür auch für die nächsten fünf Jahre nichts vorgesehen. „Nach Förderprogrammen schauen wir, wenn es so weit ist“, gab der Sachgebietsleiter zu verstehen. Denn dieses Vorhaben aus eigener Kraft zu finanzieren, sei für die Stadt keine Option.

Aktuell steht auch das Thema Gerätehaus Hämerten auf der Tagesordnung. „Hier werden wir voraussichtlich im September eine Konzeption beauftragen“, sagte Thomas Stagneth.

Nach dem Wunsch des Ortschaftsrates soll für diesen Ortsteil die Variante eines Containerbaus verfolgt werden. Hämerten besitzt lediglich eine winzige Garage, in der das TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) aus dem Jahre 1994 abgestellt ist. Sollte das alte Fahrzeug im Jahr 2024 ausgemustert und durch ein anderes ersetzt werden, würde es garantiert nicht mehr in die existierende Garage passen.