Stendal l Wer Geknatter und Gequalme, poliertes Metall und gewienerten Lack mag, der dürfte am Sonnabend voll auf seine Kosten gekommen sein. Als Fahrer allemal, aber auch Zuschauern wurde bei der Sachsen-Anhalt-Motorrad-Classic des ADAC solch visueller, akustischer und olfaktorischer Genuss geboten. Zum 4. Mal waren für diesen Wettbewerb, der trotz gewisser Prüfungsaufgaben eher einer entspannten Ausfahrt gleicht, in Stendal Start und Ziel.

145-Kilometer-Strecke

92 Fahrer hatten sich mit ihren historischen Maschinen oder Maschinchen angemeldet, acht kamen direkt aus Stendal. Die 145 Kilometer lange Strecke führte sie diesmal in die Westaltmark: Über Steinfeld, Käthen, Lindstedt und Schenkenhorst ging es nach Zichtau, wo die Fahrer ihre Mittagspause einlegten. Die zweite Etappe führte sie über Klötze, Kakerbeck, Kalbe und Kahrstedt nach Bismark, Kläden, Nahrstedt und Döbbelin zurück nach Stendal.

Einige Teilnehmer fuhren nur um des Vergnügens willen mit, 65 aber nahmen an der Wertung teil, wofür sie unterwegs kleinere Prüfungen ablegen mussten. Dafür gab es wiederum verschiedene Wertungsklassen. Die älteste Maschine war eine BMW R52 mit 12 PS und 500 cm3 aus dem Jahr 1928. Aber auch moderne Klassiker bis Baujahr 1980 waren dabei.

Bilder

Gesamtsieger: Andreas Wittorf

Neugierige und an Fachsimpelei Interessierte konnten sich die Motorräder und Gespanne vor dem Start und nach der Zieleinfahrt auf dem Marktplatz in Stendal anschauen und mit den Fahrern – darunter auch einige Frauen – ins Gespräch kommen. Der Austausch untereinander ging dann am Abend noch in der Nordwall-Classic-Garage weiter, wo die Siegerehrung stattfand. Den Pokal als Gesamtsieger nahmen Andreas und Anette Wittorf entgegen. Sie waren bisher bei jeder der vier Classic-Fahrten dabei und finden die Kombination aus Wettbewerb und Ausfahrt toll: „Man lernt die Altmark kennen, wunderschöne Landschaft.“